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05.02.2018

Das Compliance-Versagen der deutschen Autohersteller

Immer wieder schien Volkswagen die Abgasaffäre hinter sich zu lassen und unter Volldampf aus der Krise zu fahren. Doch immer neue Bremsklötze lagen im Weg, neue Details wurden bekannt und machten es schwer, an den Kulturwandel zu glauben.

Fehlende Compliance hat zur größten Rufschädigung deutscher Autohersteller in den letzten zwei Jahren geführt Das waren und sind die größten Aufreger rund um die Autobranche:

Dieselgate

Es war ein bis dahin unvorstellbarer Absturz für Volkswagen und die gesamte Autobranche. Mit gefälschten Stickoxid-Werten bei Millionen von Autos des VW-Konzerns fing es an. Bei der Aufarbeitung ist Volkswagen vorangekommen - mit Milliarden-Entschädigungen für die Verbraucher in den USA und beim Rückruf betroffener Modelle. In Amerika wurden sogar Ex-Manager wegen Verstößen gegen Umweltgesetze verurteilt. Klagen von Aktionären und Betrugsermittlungen in Deutschland sind aber noch nicht ausgestanden.

Doch Hinweise auf Software, die die Abgasreinigung auf der Straße herunterfährt oder abschaltet, brachten auch andere Hersteller in den Verdacht der Manipulation. Die Verkaufszahlen für Diesel-Modelle sinken seit Monaten.

Immer neue Rückrufe

Kaum schien sich die Lage etwas beruhigt zu haben, mussten in schöner Regelmäßigkeit weitere Modelle in der Abgasaffäre zurückgerufen werden. Zuletzt traf es die VW-Tochter Audi: Fast 130.000 weitere Dieselmodelle muss der Autobauer umrüsten. Damit nicht genug: Das KBA droht Audi für den A8 mit einem Zulassungsverbot.

Kartellverdacht

Als wäre der Abgasskandal nicht schon schlimm genug, tat sich im vergangenen Sommer für die Autobranche eine neue Baustelle auf: Die EU-Kommission prüft jahrelange Geheimabsprachen in der Autoindustrie - und damit den Verdacht der Kartellbildung. BMW, Daimler und VW samt der Töchter Audi und Porsche sollen Informationen über Modelle, Kosten und Zulieferer ausgetauscht haben, möglicherweise zulasten des Wettbewerbs und der Verbraucher. Noch laufen die Ermittlungen, auch die Abgrenzung von zulässigen Absprachen ist nicht klar. Die Konzerne sehen kein Fehlverhalten.

Tierversuche und Lobbyismus

Mehrere Affen atmen stundenlang Abgase eines VW-Beetle ein, während ihnen Zeichentrickfilme gezeigt werden. Volkswagen entschuldigte sich für "das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner".

Die Tests der Lobby-Initiative EUGT (Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor) waren Teil einer Studie, die zeigen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Volkswagen zog erste personelle Konsequenzen und beurlaubte den bisherigen Cheflobbyisten Thomas Steg.

Autofachmann Stefan Bratzel mahnt: "Die Fehler der Vergangenheit wiegen sehr schwer." Sie zögen die Glaubwürdigkeit und das Image des Autobauers immer stärker in Mitleidenschaft. Die Frage sei, ob die Weichen gestellt und der Kulturwandel wirklich eingeleitet seien. Für Frust sorge, dass immer nur so viel zugegeben werde, wie man zuvor von außen herausfinde: "Es sieht aus wie ein Schrecken ohne Ende."

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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