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19.11.2019

Cyberattacken sind reales Risiko

Zwei von drei Unternehmen waren schon einmal Opfer von Cyberattacken. Ein Drittel berichtet sogar, dass sie bereits mehrfach angegriffen wurden. Die große Mehrheit hat inzwischen Vorkehrungen getroffen. Dies sind Ergebnisse der Studie Digital Value 2019, für die im Auftrag von Horváth & Partners 300 Führungskräfte befragt wurden.

Überdurchschnittlich häufig sind Hackerangriffe in den Branchen Medien, Telekommunikation, Chemie, Öl und Pharma, wie die Studie zeigt. 74 Prozent der Medien- und Telekommunikationsunternehmen sowie 70 Prozent der Chemie-, Öl- und Pharmafirmen wurden schon einmal attackiert.

Autobranche sichert sich besonders gut ab

Wie teuer ein Angriff die Firma zu stehen kommt, hängt davon ab, wie gut die Abwehrmechanismen greifen. 84 Prozent der Unternehmen haben Vorkehrungen gegen Cyberangriffe getroffen.

Vorreiter ist hier die Automobil- und Finanzbranche. Im Automobilbereich sind es 97 Prozent der Firmen, die sich gegen solche Attacken wappnen, in der Finanzbranche 90 Prozent.

Ein Viertel der Medienunternehmen ungeschützt

Auffällig ist, dass ausgerechnet die Branche, die besonders im Visier von Cyberkriminellen steht, die Schutzvorkehrungen noch vernachlässigt. So haben erst 74 Prozent der Unternehmen der Medien- und Telekommunikationsbranche Abwehrmaßnahmen ergriffen. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Schnitt aller Firmen.

Chemie- und Pharmabranche hat Sicherheitslücken

Unterdurchschnittlich verbreitet sind Schutzmaßnahmen auch in der Chemie- und Pharmabranche – hier treffen nur 78 Prozent der Firmen Sicherheitsvorkehrungen, obwohl immerhin 70 Prozent mindestens einmal Opfer eines Cyberangriffs wurden.

Auch im Transport- und Logistikbereich wappnen sich nur 76 Prozent gegen Angriffe aus dem Netz. Diese Unternehmen wurden zwar bisher am seltensten angegriffen – doch selbst hier berichten 56 Prozent der Befragten, dass sie schon einmal Cyberattacken erlebt haben.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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