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19.02.2020

Cyber-Angst lähmt Innovation in Deutschland

Das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), das heute der Bundeskanzlerin in Berlin übergeben wurde, widmet sich dem Thema Cybersicherheit und den Auswirkungen von Cyberrisiken auf Innovationsaktivitäten.

"Die Mehrheit der innovativen deutschen Unternehmen in der Informationswirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe sieht einen hohen Schutzbedarf ihrer IT für Innovationstätigkeiten. Außerdem geht über die Hälfte dieser innovativen Unternehmen davon aus, dass die Gefahr durch Cyberangriffe auf ihr Unternehmen in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird", so der Vorsitzende der EFI, Prof. Uwe Cantner von der Universität Jena.

Die Innovationsaktivitäten der Unternehmen seien von dieser Gefahr direkt betroffen und es ergäben sich aus Cyberangriffen mittelbar negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum Deutschlands. Das gelte insbesondere auch für den Wachstumsbeitrag digitaler Zukunftstechnologien wie der künstlichen Intelligenz oder des Internets der Dinge. Denn der Erfolg dieser Technologien hänge nicht zuletzt von ihrer Sicherheit ab.

Befragung zu Cybersicherheit und Innovationen

Eine im Auftrag der EFI durchgeführte repräsentative Umfrage bei Unternehmen in der Informationswirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe im dritten Quartal 2019 zeigt zwar, dass 64 Prozent der Unternehmen keine Beeinflussung ihrer Innovationsprojekte durch die Gefahr eines Cyberangriffs sehen. Bei immerhin rund 30 Prozent der Unternehmen verzögern sich jedoch existierende Innovationsprojekte wegen der Gefahr eines Cyberangriffs.

Bei rund 17 Prozent der Unternehmen werden geplante Innovationsprojekte durch die Gefahr eines Cyberangriffs erst gar nicht begonnen. Rund 12,5 Prozent der Unternehmen planen aus diesem Grund sogar keine neuen Innovationsprojekte.

Empfehlungen der Expertenkommission

Ausgehend von ihrer Analyse empfiehlt die Expertenkommission der Bundesregierung ein Bündel von Maßnahmen:

Bedarf an Fachkräften und Kompetenzen decken
- Die Vermittlung von Cybersicherheitskenntnissen in der
beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie an Hochschulen - mit
der Schaffung von Studiengängen zur Ausbildung von
Cyber-Expertinnen und -Experten - ist weiter voranzutreiben.

Sicherheit digitaler Infrastrukturen gewährleisten
- Die Zulassung von Komponenten digitaler Infrastrukturen sollte
auf Basis von Kriterien erfolgen, die im gesamten europäischen
Binnenmarkt gelten. Diese Kriterien sollten technische und
nicht-technische Aspekte berücksichtigen und für Anbieter aus
EU- und Nicht-EU-Ländern gleichermaßen gelten.
- Die Bundesregierung sollte multilaterale Initiativen wie die
Datencloud GAIA-X forcieren, um so Impulse für sichere digitale
Infrastrukturen auf nationaler und EU-Ebene zu geben.

Neue Cyberagentur zügig starten
- Die von der Bundesregierung geschaffene Agentur für Innovation
in der Cybersicherheit sollte 2020 den Geschäftsbetrieb zügig
aufnehmen.

Informationslage zu Cyberbedrohungen verbessern
- Es ist wichtig - insbesondere für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) - Informations- und Beratungsangebote zur
Verfügung zu stellen. Bestehende Programme zur Förderung von
Cybersicherheit in KMU sollten auf ihre Wirksamkeit überprüft
und an die sich ständig verändernde Bedrohungslage angepasst
werden.
- Initiativen zur Entwicklung von Mindeststandards und
Zertifizierungen bei der Cybersicherheit - insbesondere auf
europäischer Ebene - sollten unterstützt werden. Es ist zu
prüfen, ob die bestehenden Meldepflichten zu Cyberangriffen
ausgeweitet werden sollen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

EFI

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