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18.04.2018

Corporate Social Responsibility Richtlinie (CSR) beeinflusst den Firmenwert

Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) zeigt, warum sich Unternehmensberichte gerade im Bereich CSR stark unterscheiden. Außerdem beschreit Studienautorin Stéphanie Mittelbach-Hörmanseder, dass die Inhalte der Berichte auch Auswirkungen auf den Unternehmenswert mit sich ziehen.

Die Corporate Social Responsibility Richtlinie der EU verpflichtet große kapitalmarktnotierte Unternehmen seit 2017, gemeinsam mit dem Lagebericht auch nichtfinanzielle Informationen, beispielsweise zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbelangen, Korruptionsbekämpfung und Achtung der Menschenrechte, offenzulegen.

Erste Studienergebnisse für Europa weisen darauf hin, dass sich die CSR-Berichterstattung in Bezug auf die von der EU verlangten Themen auf den Unternehmenswert auswirkt. Die aktuellen Zahlen tendieren dahingehend, dass manche Informationen in den CSR-Berichten sogar negative Zusammenhänge mit dem Unternehmenswert aufweisen können – finale Ergebnisse sollen aber erst im Laufe des Jahres 2018 vorliegen.

Liberale versus koordinierte Marktwirtschaft

Die Studienergebnisse belegen, dass Unternehmen in liberalen Ländern wie beispielsweise den USA, mit weniger gesetzlichen Auflagen und institutionellen Rahmenbedingungen, anders berichten als jene in Ländern mit koordinierter Marktwirtschaft wie beispielsweise Österreich, in denen strengere gesetzliche Rahmenbedingungen vorherrschen.

Die Autoren fanden insbesondere Unterschiede in Bezug auf den Ton, der in den CSR-Berichten angeschlagen wird, und zeigen, dass Unternehmen in liberalen Ländern grundsätzlich eine positivere Sprache an den Tag legen. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass Unternehmen dort einem stärkeren gesellschaftlichen Druck unterliegen über CSR-Themen zu berichten, die teilweise gar nicht gesetzlich verankert sind, erklärt Mittelbach-Hörmanseder.

Ausbildung und gesellschaftliches Engagement

Unternehmen in liberalen Märkten berichten deutlich stärker über die Themen Ausbildung und Philanthropie. Während Ausbildung in koordinierten Ländern als öffentliches Gut gesehen wird, haben in liberalen Marktwirtschaften private Ausbildungsstätten und entsprechende Spenden an Bildungsinstitutionen eine größere Bedeutung.
Dementsprechend involvieren sich Unternehmen in liberalen Ländern stärker in der Gesellschaft, etwa über Spenden, und berichten auch expliziter über ihr Engagement als Unternehmen in Europa.

Die Marktwirtschaften unterscheiden sich auch in der Regelung von Elternzeit und Mutterschutz. Da es in Europa deutlich längere Elternzeiten sowie eine entsprechende Fortführung des Entgelts gibt – ganz im Gegensatz zu den USA, wo es keinen flächendeckenden Schutz gibt - integrieren viele Unternehmen ihren Einsatz in ihrer Unternehmensberichterstattung und positionieren sich so als Arbeitgeber.

Im Rahmen der Studie wurden laut den Angaben die englischen CSR-Berichte der größten börsennotierten Unternehmen in 9 Ländern der Jahre 2008 bis 2015 mittels spezifischer Textanalyse untersucht. Insgesamt umfasste das Sample 1,153 Beobachtungen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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