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10.09.2019

Comeback des Meisterbriefs?

Die Meisterpflicht soll ab Anfang 2020 für insgesamt zwölf Gewerke wieder eingeführt werden. «Unser Ziel ist mehr Qualität für die Kundschaft und mehr Nachwuchs im Handwerk durch eine bessere Ausbildung», teilten Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol mit. Auch Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sprach von einem «starken Signal» für Qualität und Qualifikation im Handwerk.

Im Jahr 2004 war in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weggefallen. Mit der Reform der Handwerksordnung wollte die Bundesregierung damals einfachere Tätigkeiten für Selbstständige öffnen. Bis dahin durften diese Betriebe nur von ausgebildeten Handwerksmeistern geführt werden. Der Zentralverband des Handwerks dringt seit langem auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen.

Für bessere Qualität im Handwerk

Wollseifer hatte wiederholt vor Marktverzerrungen gewarnt. Im Handwerk gebe es eine zunehmend Zahl von Solo-Selbstständigen, dies führe zu massiven Problemen etwa bei der Qualität. Seit 2004 sei es in einigen Gewerken zu «Fehlentwicklungen» gekommen, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks am Montag:

«Weniger Auszubildende, weniger Fachkräfte, weniger Qualität, schneller vom Markt verschwindende Betriebe und infolge dessen ein geringerer Gewährleistungs- und Verbraucherschutz.»

Linnemann und Bartol erklärten, der Meisterbrief im deutschen Handwerk sei die «beste Garantie für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft». Sie wollen einer Koalitionsarbeitsgruppe vorschlagen, für die zwölf Gewerke die Meisterpflicht wieder einzuführen.

Meisterpflicht nicht für alle

Entscheidend für die Einführung der Meisterpflicht ist laut Linnemann und Bartol, ob es sich um Handwerke handle, deren unsachgemäße Ausübung eine «Gefahr für Leben und Gesundheit» bedeute. Außerdem sollten solche Handwerke berücksichtigt werden, die als immaterielles Kulturgut anzusehen seien - wie etwa Orgelbauer.

Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, dürfen auch weiterhin ihr Handwerk selbstständig ausüben und sollen einen Bestandsschutz erhalten.

Meisterpflicht soll gelten für: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer sowie Parkettleger. Außerdem für: Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer.

Meister zunächst auf Zeit

Die geplante Wiedereinführung der Meisterpflicht soll fünf Jahre nach der Neuregelung überprüft werden. Die Änderung der Handwerksordnung soll Anfang 2020 in Kraft treten. Vorgaben des deutschen Verfassungsrechts und des Europarechts sollen eingehalten werden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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