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21.09.2016

Chefs sind größtes Sicherheitsrisiko

Obwohl sie mit hochsensiblen und vertraulichen Informationen ihres Unternehmens umgehen, sind mittelständische Geschäftsführer möglicherweise das schwächste Glied, wenn es um die Sicherung sensibler Informationen geht.

Eine Umfrage zu Informationsmanagement und Sicherheitspraktiken im Mittelstand, durchgeführt von Iron Mountain, einem Anbieter für Informationsmanagement und Archivierung, ergab, dass Manager am fahrlässigsten mit sensiblen Unternehmensinformationen umgehen.

Dokumente im Drucker und private E-Mail-Accounts

Über die Hälfte der befragten Führungskräfte (57 Prozent) gab an, dass sie bereits unternehmensbezogene sensible oder vertrauliche Informationen – für alle sichtbar – im Drucker liegen gelassen haben. Knapp weniger als die Hälfte (49 Prozent) benutzte einen persönlichen Email-Account zum Senden sensibler Unternehmensinformationen.

Unsichere WLANs und gedankenlose Entsorgung

Darüber hinaus sendeten 40 Prozent Informationen über unsichere drahtlose Netzwerke oder entsorgten Dokumente in einem potenziell unsicheren Behältnis (43 Prozent) und 39 Prozent gaben zu, schon einmal Unternehmensinformationen an öffentlichen Plätzen verloren zu haben. Im Vergleich zu den Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen stehen Chefs und Manager in all diesen Fällen ganz oben auf der Liste in Sachen Informationsmanagement-Sünden.

Manager bei Datensicherheit überfordert

Laut der Iron Mountain Studie finden tatsächlich 21 Prozent der Chefs die Prozesse zur Datensicherheit zu komplex und suchen Ausweichlösungen. Ein Manager von sieben (14 Prozent) gab an, dass er die Unternehmensrichtlinien für Informationssicherheit nicht beachte, weil diese zu kompliziert seien. Weitere sechs Prozent sagten aus, dass sie keine Ahnung von solchen Richtlinien in diesem Bereich hätten.

Büroleiter auf Platz zwei der Gefährder

Die Studie zeigt, dass sich Objekt- und Büroleiter auf dem zweiten Platz bei der unsicheren Handhabung von Daten befinden. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) hat bereits sensible oder vertrauliche Daten vom Arbeitsplatz nach außerhalb genommen und 48 Prozent haben solche Informationen schon einmal an den falschen Empfänger geschickt.

Verwaltungspersonal vergleichsweise gut

Am unteren Ende der Liste findet sich das Verwaltungspersonal, doch obwohl dieses vergleichsweise gut abschneidet, hat dieses ebenfalls Informationen schon falsch gehandhabt.

Knapp weniger als ein Drittel (29 Prozent) ließ ebenfalls vertrauliche Informationen im Drucker liegen, weitere 21 Prozent gaben an, Daten bereits verlegt oder an die falsche Person geschickt zu haben. 15 Prozent der Befragten gaben außerdem zu, schon Unternehmensdokumente an öffentlichen Plätzen verloren zu haben.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Iron Mountain

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