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05.08.2016

Chefs reden nicht mit ihren Mitarbeitern

Fehlt der regelmäßige und konstruktive Dialog zwischen Chef und Mitarbeiter, verliert der Mitarbeiter die emotionale Bindung an das Unternehmen – und macht Dienst nach Vorschrift. Das betrifft bereits 68 Prozent der Beschäftigten, wie die Studie „Engagement Index 2015“ des Hamburger Beratungsunternehmens Gallup zeigt.

Im beruflichen Alltag spricht die Führungskraft nur selten mit ihren Mitarbeitern. Wenn das passiert, dient das üblicherweise der Aufgabenverteilung, der Statuskontrolle oder dem Aufzeigen von Schwachstellen. Die Würdigung von bereits Erreichtem und der Stärken des Mitarbeiters oder auch das interessierte Zuhören, wenn es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Mitarbeiters geht, kommen zu kurz.

Erbrachte Leistungen werden häufig systematisch kleingeredet, um befürchteten Forderungen des Mitarbeiters vorzubeugen und eine vermeintliche „Oben-Unten-Beziehung“ zwischen Führungskraft und Mitarbeiter zu wahren.

Dadurch lässt die emotionale Bindung des Mitarbeiters zum Unternehmen stark nach. Der Mitarbeiter reduziert häufig geschickt seine Leistung, im schlimmsten Fall kommt es zur inneren Kündigung. Ein Verlustgeschäft für beide Parteien. Der Mitarbeiter ist unzufrieden, das Unternehmen hat die gleichen Kosten bei weniger Leistung.

Mehrheit der Beschäftigten macht Dienst nach Vorschrift

Dies bestätigt die Studie „Engagement Index 2015“ des Beratungsunternehmens Gallup. Demnach sind nur 16 Prozent der Arbeitnehmer mit Herz, Hand und Verstand bei der Arbeit. Die große Mehrheit, 68 Prozent der Beschäftigten, machen lediglich Dienst nach Vorschrift. 16 Prozent der Beschäftigten sind emotional ungebunden und haben innerlich bereits gekündigt.

Nicht einmal jeder zweite Arbeitnehmer (45 Prozent) gibt an, dass er im letzten halben Jahr mit seinem Vorgesetzten ein Gespräch über seine Leistung bei der Arbeit geführt hat.

Der deutschen Wirtschaft entstehen durch die mangelnde emotionale Bindung in den Unternehmen erhebliche Kosten: Sie verliert nach Einschätzung der Gallup-Experten durch Produktivitätseinbußen jährlich zwischen 76 und 99 Milliarden Euro.

Dialog fördert emotionale Bindung an das Unternehmen

Ein wichtiger Hebel, um emotionale Bindung am Arbeitsplatz zu erhöhen, ist der kontinuierliche Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Ein Grund, weshalb Gallup einen Fokus des diesjährigen Engagement Index auf das Führungsinstrument Mitarbeitergespräch legt.

Unter den Mitarbeitern, deren Chef in den vergangenen sechs Monaten ein Gespräch über die Arbeitsleistungen geführt hat, liegt der Anteil der emotional hoch gebundenen Mitarbeiter mit 31 Prozent weit über dem Schnitt.

Doch allzu häufig verfehlen Mitarbeitergespräche ihr eigentliches Ziel: dem Arbeitnehmer Feedback zu seiner Arbeitsleistung zu geben und diese nachhaltig zu verbessern. Zwar erklärte eine Mehrheit (60 Prozent) derjenigen, die im letzten halben Jahr ein Mitarbeitergespräch führten, dass sie den Eindruck hatte, der Austausch stellte für den Vorgesetzten keine lästige Pflichtübung dar.

Nur jeder dritte Beschäftigte (31 Prozent) konnte aus dem Gespräch ausdrücklich etwas mitnehmen, das für seine Entwicklung als Person nützlich und hilfreich war. Und nur jeder fünfte Arbeitnehmer (22 Prozent) stimmte uneingeschränkt zu, das Gespräch habe dazu beigetragen, dass sich seine Leistung bei der Arbeit verbessert hat.

Faktoren, die leistungssteigernde Wirkung entfalten

Bestimmte Faktoren tragen dazu bei, dass Mitarbeitergespräche eine leistungssteigernde Wirkung entfalten. Hierzu gehören unter anderem: ein klares Verständnis von den Erwartungen, Prioritäten und Verantwortlichkeiten bei der Arbeit zu haben sowie Aufgaben nachzugehen, die zu der Person passen und bei der sie ihre Stärken nutzen kann.

Im Arbeitsalltag kommt der Stärkenfokus jedoch häufig zu kurz. Nur jeder fünfte befragte Arbeitnehmer (18 Prozent) erklärte, dass er mit seinem Vorgesetzten in den vergangenen Monaten ein gehaltvolles Gespräch über seine Stärken und positiven Eigenschaften geführt hat. Der Fokus liegt weitestgehend auf Schwachstellen.

Es gilt die Frequenz von Mitarbeitergesprächen zu erhöhen. Mindestens zweimal im Jahr sollten sich Führungskraft und Mitarbeiter an einem festen Termin zusammensetzen. Dabei sollte es aber nicht belassen werden, sondern in kürzeren Zeitabständen zum Dialog kommen. Zwei bis drei kurze Gespräche zwischendurch erweisen sich als sinnvoll.

Seit dem Jahr 2001 erstellt Gallup jährlich, anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und - umfeld, den sogenannten Q12, den Engagement Index für Deutschland. Für die jüngste Untersuchung wurden insgesamt 1.429 zufällig ausgewählte Arbeitnehmer ab 18 Jahren in zwei Erhebungswellen zwischen dem 25. März und 27. April 2015 sowie dem 2. November und 4. Dezember 2015 telefonisch interviewt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

www.gallup.de

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