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23.10.2019

Bitkom: Deutsche Verwaltung soll endlich digital werden

Laut einer repräsentativen Studie von Bitkom, fordern 69 Prozent der Befragten von ihrer Stadtverwaltung, der Digitalisierung mehr Nachdruck zu verleihen. Dem Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung sollten die Rathäuser jetzt gerecht werden. Lebensqualität sowie Standortattraktivität ließen sich damit steigern.

Eine große Mehrheit von 89 Prozent würde sich laut Studie des Bitkom wünschen, wenn die Beantragung, Verlängerung und Zusendung etwa des Reisepasses oder des Personalausweises automatisch verliefe. 84 Prozent würden gerne Verwaltungsangelegenheiten digital erledigen, zum Beispiel den Wohnsitz ummelden oder Kindergeld beantragen.

Aktuell hänge das digitale Amt jedoch «in der Warteschlange», sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Viele verfügbaren Angebote seien noch unnötig kompliziert. «Was wir brauchen, sind bundesweite Standards, damit das digitale Rad nicht in 11.000 Kommunen immer neu erfunden wird. Die Kommunen bräuchten jedoch auch das nötige Geld, Know-how und einen engen Austausch mit der örtlichen Wirtschaft und den Bürgern.

Litauen hat bereits eine Online-Verwaltung

Zwei Drittel der Bevölkerung (66 Prozent) trauen ihrer Stadtverwaltung einen kompetenten Umgang mit der Digitalisierung einer aktuellen Studie zufolge zu. Jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) sagt demnach jedoch, dass seine Stadt nicht digital sei. Das sind Ergebnisse einer Studie, die der Digitalverband Bitkom zur Eröffnung der «Smart Country Convention» in Berlin vorgestellt hat.

Die Smart Country Convention in Berlin präsentiert in diesem Jahr Litauen als offizielles Partnerland. «Es lohnt sich, einen Blick nach Litauen zu werfen, wo der Bürgerservice längst online stattfindet und ganz selbstverständlich von den Menschen genutzt wird», sagte Berg. Anders als in Deutschland sei dort für die Verwaltung «online der Standard und offline die absolute Ausnahme».

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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