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28.08.2019

Billige Ersatzteile im Auto können gefährlich sein

Nachgemachte Ersatzteile sind oft billiger als Originalteile. Doch wer billige Kopien verbaut, kann sich in Gefahr bringen. Und ein Imitat zu entlarven, ist für Laien nicht leicht.

Weniger als die Hälfte kostet die Bremsscheibe. Doch das Ersatzteil ist gefälscht. Das vermeintliche Schnäppchen kann sich auf der Straße als sehr gefährlicher Einkauf herausstellen. Wie schützt man sich als Autobesitzer vor solchen Fehlkäufen?

Zunächst: Was ein Ersatzteil ist, wer es fertigen und in Verkehr bringen darf sowie die Ansprüche, die ein Ersatzteil erfüllen muss - das alles regelt eine Gruppenfreistellungsverordnung der EU. Viele Teile dürfen legal nachgebaut werden, sofern sie qualitativ gleichwertig mit den Teilen des Fahrzeugherstellers sind.

Qualitätsprobleme bei billigen Imitaten

Das Problem sind Ersatzteile, die wie die originalen Teile aussehen, qualitativ jedoch viel schlechter sind. Damit sich nachgemachte Teile für die Fälscher wirtschaftlich rentieren, setzen sie auf bekannte Marken und eine hohe Stückzahl.

Häufig gefälscht werden Teile der Lenkung, Keilriemen, Glühbirnen, Bremsbeläge und Bremsscheiben sowie Öl-, Benzin- und Luftfilter. Die Fälscher arbeiten dabei sehr genau: Neben den Ersatzteilen seien auch meist Verpackung, Prüfzeichen und Sicherheitshologramme eins zu eins dem Original nachempfunden, sagt Thomas Fischer, Vorstand vom Verein freier Ersatzteilemarkt (Vrei), einer Interessenvertretung von Autoteile-Herstellern.

Besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen oder Lenkung kann das minderwertige Material unter Umständen versagen und zu Unfällen führen. «Wenn ein Bremsbelag plötzlich nicht mehr richtig packt, kann das lebensgefährlich ausgehen», sagt Fischer.

Laien erkennen Fälschungen nicht

Privatkunden haben laut dem Experten kaum eine Möglichkeit, die Schummelware zu entlarven. «Es gibt zwar auf dem Ersatzteil und der Verpackung verschiedene Herstellercodes. Aber die sind in der Regel ebenso gefälscht», erläutert Fischer. «Mit dem bloßen Auge lässt sich der Unterschied nicht erkennen.» Er rät Verbrauchern dazu, die Preise kritisch zu vergleichen: «Wenn Ersatzteile im Internet deutlich zu preiswert sind, dann sind Zweifel angebracht.»

Schutz vor gefälschten Teilen haben Autofahrer seiner Meinung nach nur, indem sie die Teile von seriösen Quellen - etwa einem bekannten Fachhändler oder der eigenen Werkstatt - kaufen.

An sicherheitsrelevanten Bauteilen sollten Hobbyschrauber ohnehin nicht arbeiten, findet Fischer. Dies sei Sache einer Fachwerkstatt.
Die bestelle im Zuge der Reparatur in der Regel auch das Ersatzteil.

Zertifikate geben Sicherheit

Allgemein gilt: Jedes Zubehörteil muss eine gültige Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), eine Bauartgenehmigung oder ein Teilegutachten vorweisen. So unterliegt es einem vorgeschriebenen Prüfverfahren und seine Fertigung einem Qualitätsmanagement.

Ob eine Gefährdung von gefälschten Ersatzteilen ausgeht, hängt vom Bauteil ab. «Ein gefälschter Auspuffschalldämpfer wird im schlimmsten Fall lauter und erfüllt nicht die Abgaswerte. Eine Bremsscheibe kann hingegen brechen und zu einem Unfall führen», sagt Thorsten Rechtien vom Tüv Rheinland. «Bei gefälschten Felgen kann der Reifen nicht richtig sitzen und unter Umständen von der Felge rutschen. Felgen können auch brechen.»

Rechtien rät Autofahrern, Ersatzteile nur bei seriösen und vertrauenswürdigen Händlern zu kaufen. Bei einer Hauptuntersuchung
(HU) würden Prüfer schlecht gefälschte Teile meist erkennen und eine HU-Plakette oder eine Eintragung im Fahrzeugbrief verwehren.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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