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20.02.2020

Betreutes Wohnen oft schlechter als im Heim

Die Krankenkasse Barmer legte den Pflegereport 2019 vor und fordert mehr Transparenz bei betreutem Wohnen sowie bei Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige. Diese neuen Wohnformen erschienen für Bewohner finanziell attraktiv, böten allerding in der Qualität der Pflege nicht immer, was sie versprechen. Zum Schutz der Bewohner sollte mehr Transparenz über die Qualität hergestellt werden.

Dem Report zufolge verursachen betreutes Wohnen und Pflege-WGs im Vergleich zu Pflegeheimen zwar höhere Kosten, weil sie ambulante Pflegeleistungen mit Elementen der stationären Pflege und der gesetzlichen Krankenversicherung kombinieren könnten. Dennoch sei die Versorgung der Pflegebedürftigen oft schlechter.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass stationäre Pflegeeinrichtungen nach festen Kriterien regelmäßig geprüft werden, während Pflege-WGs und Servicewohnungen ohne Qualitätsvorgaben, -prüfungen, Baubestimmungenen und Personal- und Fachkraftquoten ihre Leistungen anbieten und in Rechnung stellen könnten, kritisierte die Barmer.

Ärztliche Betreuung im Heim ist besser

Die Folgen laut Pflegereport: Im Gegensatz zu den Bewohnern der neuen Pflegeformen sehen Heimbewohner häufiger ihren Hausarzt, liegen sich deutlich seltener wund und kommen weniger oft wegen Krankheiten, die auch ambulant behandelt werden können, in eine Klinik.

Die Leiterin des Bereichs Pflege des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) in Bayern, Johanna Sell, berichtete: «Der MDK Bayern wird zunehmend auch mit Beschwerden von Angehörigen oder Pflegepersonen konfrontiert, die sich über die Versorgung in Pflege-WGs beklagen.»

Da es für diese keine vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen gebe, fielen Pflegemängel eher zufällig im Rahmen von Pflegebegutachtungen oder auch bei der Überprüfung von ambulanten Diensten auf. «Hier muss der Gesetzgeber dringend nacharbeiten. Neben spezifischen Qualitätsvorgaben braucht es auch eine Rechtsgrundlage für Qualitätsprüfungen», forderte Sell.

In Bayern wird überwiegend zu Hause betreut

Laut Barmer ist etwa jede dritte Pflege-WG oder betreutes Wohnen in Deutschland in den letzten zehn Jahren entstanden. Aktuell existierten bundesweit bis zu 8000 betreute Wohnanlagen und 4000 Pflege-Wohngemeinschaften.

Im Freistaat leben demnach derzeit rund 3000 Menschen in 403 Pflege-WGs. Allerdings gilt noch immer: Von den mehr als 419 000 bayerischen Pflegebedürftigen wurden nach den jüngsten Daten etwa drei Viertel zu Hause betreut.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa / Barmer

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