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13.05.2020

Berliner Charité nimmt Masken aus dem Verkehr

Labor bestätigt Qualitätsmängel bei manchen Schutzmasken

Nach einem Rückruf von Schutzmasken hat die Berliner Charité vorsorglich alle 21 vorrätigen Modelle von einem Labor überprüfen lassen. «Zwei Maskentypen wurden aus dem Verkehr gezogen und wurden bereits zurückgerufen. Sie weisen qualitative Mängel auf», sagte die Sprecherin des Universitätsklinikums, Manuela Zingl, der Deutschen Presse-Agentur. Vergangene Woche war zunächst der Rückruf eines Modells wegen eines laut Charité falschen CE-Zeichens bekannt geworden. Die Testergebnisse bestätigen nun die befürchteten Mängel.

Der Test betrifft Masken der Schutzstufen FFP2 und FFP3, die im März bei unterschiedlichen Lieferanten gekauft wurden, wie Zingl erläuterte. Ein Zeitpunkt, zu dem «die Liefersituation von Schutzausrüstung am Markt aufgrund der Covid-19-Pandemie sehr angespannt» gewesen sei. Dennoch: 19 Maskentypen hätten ein positives Testergebnis erhalten.

Anzahl nicht nachvollziehbar

Von den beanstandeten Maskentypen hatte die Charité nach dpa-Informationen insgesamt mehrere Zehntausend Stück beschafft. Wie viele davon bereits an das Personal ausgegeben waren und verwendet wurden, blieb offen.

Masken der Schutzstufen FFP2 und FFP3 zählen zur Profi-Ausrüstung, die eigentlich die Träger vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen sollen. Derartige Masken werden oft in China produziert und sind wegen der Pandemie seit Monaten international begehrt.
Wiederholt gab es Berichte über unseriöse Angebote und Wucher.

In Verbindung mit dem Rückruf waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der betreffenden Maske gearbeitet haben, aufgerufen, vorsorglich erneut einen Corona-PCR-Test zu machen. Die Charité hatte zuvor schon ein erstes Corona-Screening unter Pflegekräften und Ärzten gemacht. Ergebnisse sollen demnächst bekanntgegeben werden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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