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05.07.2018

Autohersteller und Zulieferer sollten Kräfte bündeln

Die deutschen Autozulieferer sind international Spitzenreiter bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben. In Zukunftsfeldern haben sie sich auch mit Übernahmen verstärkt. Bei digitalen Dienstleistungen sollten sie jetzt aber mit Autoherstellern die Kräfte bündeln - so eine Studie der Unternehmensberatung PWC

Die deutschen Zulieferer haben laut PWC die Umbrüche in der Autobranche bislang gut gemeistert. Im vergangenen Jahr hätten sie 221 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und ihren Weltmarktanteil von 24 Prozent behauptet.

Um ihre Position als Innovations- und Qualitätsführer zu festigen, investierten sie im Durchschnitt 5,7 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der größte deutsche Zulieferer Robert Bosch kam in den vergangenen drei Jahren sogar auf über 9 Prozent. Die europäischen Konkurrenten gaben im Schnitt 3,7 Prozent aus, die asiatischen und amerikanischen Zulieferer nur gut 3 Prozent.

China setzt zum Sprung an

Im zukünftigen Spannungsfeld elektrischer, autonomer, vernetzter und geteilter Autos müssen alle Player erst noch Kompetenzen aufbauen. Zudem setzen internationale Wettbewerber insbesondere aus China gerade zum Sprung an.

Fast alle deutschen Zulieferer hätten in den vergangenen Jahren mit Beteiligungen und Übernahmen ihre Kompetenzen ausgebaut, vor allem bei Software, aber auch bei Elektrik und Elektronik. Trotz der hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten sie bei den Gewinnmargen fast das Niveau der Konkurrenz, heißt es in der Studie.

Google & Co. sind schon da

Große Zulieferer wie Robert Bosch und Continental digitalisieren ihre Produkte oder erweitern ihr Angebot mit Dienstleistungen wie Flottenmanagement, Kartendaten oder Ridesharing. Auf diesem Gebiet träten Zulieferer neuerdings sogar in direkte Konkurrenz zu den Autoherstellern und zielten selbst auf Autofahrer als Kunden.

Aber kapitalstarke Softwarekonzerne wie Google und Microsoft hätten diesen Markt schon erobert, seien in vielen Bereichen kompetenter und investierten zudem noch weit mehr in Forschung und Entwicklung. Wenn die deutsche Autoindustrie sich auf diesem Gebiet mitmischen wolle, müsse sie ihre Kräfte bündeln.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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