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14.08.2020

Auswirkungen von COVID-19 auf die Lieferketten

Lage trotz Lockerungen weiterhin sehr angespannt

BSI, ein Unternehmen für Geschäftsoptimierung, veröffentlicht die neuesten Ergebnisse seiner Quartalsprüfung bezüglich der wichtigsten globalen Lieferkettensicherheit, Geschäftskontinuität, Lebensmittelsicherheit, Betrug sowie Risiken und Trends im Bereich der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Die Lage ist angespannt.

Lieferketten sind nicht nur durch Corona gefährdet, das zeigt ein Bericht von BSI (©BSI Group)

Lieferketten sind nicht nur durch Corona gefährdet, das zeigt ein Bericht von BSI (©BSI Group)

Auf der Grundlage des Tools „Supply Chain Risk Exposure Evaluation Network“ (Screen) stellte BSI fest, dass die Bedenken im Zusammenhang mit COVID-19 zwar nach wie vor ganz oben auf der Liste stehen, seine Auswirkungen jedoch zu einer Reihe von sekundären Störungen und Risiken geführt haben, die sich auf die Lieferketten auswirken, darunter Migration, Ladungsdiebstahl und Kinderarbeit.

"Langjährige Praktiken im Zusammenhang mit der Belastbarkeit der Lieferkette wurden völlig umgestürzt", sagte Jim Yarbrough, Global Intelligence Program Manager bei BSI. "Während Unternehmen nach der COVID-19-Pandemie mit dem Wiederaufbau ihrer Lieferketten beginnen, zeigen die neuesten Screen-Daten, dass Unternehmen neben dem Virus auch mit neuen und zusätzlichen Risiken konfrontiert sind, was die Notwendigkeit einer Planung der Betriebskontinuität verdeutlicht", sagte Jim Yarbrough.

Auswirkungen von COVID-19 auf die Lieferketten

Als BSI Anfang März 2020 seinen jährlichen Supply Chain Risk Insights Report veröffentlichte, befanden sich die globalen geschäftlichen Auswirkungen von COVID-19 noch im Anfangsstadium. Wie der Dienstleister vorhersagte, hat der Ausbruch zu komplexen und unterschiedlichen Reaktionen der einzelnen Regierungen und Organisationen geführt und die Kontinuität der Lieferkette verheerend beeinträchtigt.

Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass ein Anstieg der COVID-19-Fälle dazu führt, dass globale Lieferketten-Hubs wie Bangladesch und Indien gesperrt werden und somit Engpässe in der Lieferkette entstehen. Dies hat zu Verzögerungen in der Produktion und im globalen Versand geführt und könnte sich wahrscheinlich auf bestimmte Sektoren wie die Landwirtschaft auswirken. Angesichts der anhaltenden Virusausbrüche wird ein länderweises Vorgehen zur Eindämmung des Virus erwartet, was vorübergehende Unterbrechungen der Lieferkettenbewegungen verstärken könnte.

Weltweite Zunahme des Frachtdiebstahls

Ein Bereich, in dem außerhalb der COVID-19-Pandemie Lieferkettenrisiken bestehen, ist der Ladungsdiebstahl. Während der Diebstahl medizinischer Geräte (wie PSA und Beatmungsgeräte; die Artikel, die am meisten mit der COVID-19-Pandemie in Verbindung gebracht werden) zunimmt, berichtete Screen auch über eine Zunahme der Diebstähle bestimmter Güter weltweit:

  • Der Diebstahl von Konsumgütern wie Reinigungslösungen hat in Mexiko zugenommen;
  • Alkohol- und Tabakdiebstähle haben in Südamerika zugenommen;
  • Lebensmittel- und Getränkediebstähle sind in Asien weiterhin führend;
  • Die Elektronik bleibt ein Hauptziel in Afrika und im gesamten Nahen Osten.

Zwischenfälle mit blinden Passagieren in Europa und Amerika

Im März stellte BSI eine hohe Rate von Zwischenfällen mit blinden Passagieren in Europa und Nord- und Südamerika fest, da Migranten den LKW als Transportmittel der Wahl benutzten, um sich durch Europa und Amerika zu bewegen. Dieser Trend setzte sich im Jahr 2020 fort, wobei die geschwächten europäischen Volkswirtschaften die Migranten zwangen, weiter zu reisen, um Arbeit zu finden. In Nord- und Südamerika fanden die Daten von Screen heraus, dass der Virus zwar einige Migranten von der Migration über die Grenze abschreckte, dass die Migranten jedoch weiterhin in nördliche Richtung reisen und dass es bei Zwischenfällen mit blinden Passagieren, an denen Lastwagen beteiligt waren, weiterhin Zwischenfälle im Eisenbahnverkehr gibt.

Menschenhandel und Kinderarbeit

Im März wies die BSI auf eine erwartete Zunahme zusätzlicher Sicherheitsherausforderungen und Störungen hin, die durch den Menschenhandel innerhalb Amerikas entstehen würden. Im weiteren Verlauf des Jahres stellte Screen eine besondere Zunahme des Arbeitskräftehandels auch mit Asien und dem Nahen Osten fest. Der Dienstleister geht davon aus, dass sich dieser Trend noch verstärken wird, da der Verlust der Lebensgrundlage die Familien unter Druck setzt, andere Mittel zur Einkommenserzielung in Betracht zu ziehen.

Das engagierte Analystenteam von BSI überwacht und analysiert ein breites Spektrum von geografischen Risiko- und Ereignisdatenquellen, um Risikobewertungen für 25 firmeneigene Risikoindikatoren für 203 Länder zu erstellen. Das Team aktualisiert und verfeinert seine Informationen ständig, um sicherzustellen, dass die Risikobewertungen die Situation vor Ort widerspiegeln. Die Ergebnisse von Screen für das dritte Quartal können auf der Internetseite des Dienstleistern eingesehen werden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Unternehmensinformation

BSI Group Deutschland GmbH

Hanauer Landstraße 115
DE 60314 Frankfurt am Main
Tel.: 069 222289200
Fax: 069 222289300

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