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06.12.2018

Attacken auf deutsche Industrie: Chemie und Automobilbau am stärksten betroffen

Deutsche Industrieunternehmen sind beliebte Ziele für Sabotage, Datendiebstahl oder Wirtschaftsspionage. Vor allem die Chemie- und Pharmabranche trifft solche Attacken hart: Drei von vier Chemie- und Pharmaunternehmen (74 Prozent) wurden in den vergangenen zwei Jahren Opfer, weitere 22 Prozent waren vermutlich betroffen.

Mit 68 Prozent leiden Unternehmen aus dem Automobilbau am zweithäufigsten unter Attacken – von Hackerangriffen bis Aktendiebstahl. Aber auch der Maschinen- und Anlagenbau (67 Prozent) sowie die Hersteller von Kommunikations- und Elektrotechnik (63 Prozent) sahen sich in den Jahren 2016 und 2017 einer Vielzahl an Attacken ausgesetzt.. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Digitalverbandes Bitkom.

Jedes siebte Unternehmen bereits betroffen

Insgesamt ist der Industrie durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage in den vergangenen zwei Jahren ein Gesamtschaden von 43,4 Milliarden Euro entstanden. Sieben von zehn Industrieunternehmen (68 Prozent) sind in diesem Zeitraum Opfer geworden, jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) vermutet dies zudem.

Die Spur führt häufig nach Osten

Mehr als ein Drittel der Attacken (36 Prozent) kommt aus Deutschland. Abgesehen davon führt die Spur häufig nach Osten. Ein Viertel der betroffenen Industrieunternehmen (24 Prozent) gibt an, dass Russland der Ursprung für Angriffe war.

Fast jedes fünfte betroffene Unternehmen (18 Prozent) sagt, China war Ausgangsort. Dahinter folgen Japan (17 Prozent) und Osteuropa ohne Russland (17 Prozent). 15 Prozent der Betroffenen sahen die Herkunft der Attacken in den USA.

Für 13 Prozent war unklar, von welcher Region die Attacken ausgingen.

Über die Studie

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 503 Industrieunternehmen ab 10 Mitarbeitern telefonisch befragt. Die Interviews wurden mit Führungskräften durchgeführt, die für den Schutz ihres Unternehmens verantwortlich sind. Dazu zählen Geschäftsführer sowie Führungskräfte aus den Bereichen Unternehmenssicherheit, IT-Sicherheit oder Risikomanagement. Die Umfrage ist repräsentativ für das produzierende Gewerbe.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Bitkom

Weiterführende Information
Unternehmensinformation

BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation neue Medien e.V.

Albrechtstr. 10
DE 10117 Berlin
Tel.: 030 27576-0
Fax: 030 27576-400

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