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09.09.2015

Arbeitswelt 4.0: Work-Life-Blending statt Balance

Die Arbeitswelt 4.0 ist flexibel und dank Laptops, Tablets und Smartphones auch mobil. Arbeit und Privatleben werden nicht mehr streng geteilt, sondern ergänzen sich und verschmelzen zunehmend. Eine Entwicklung, die unter dem Begriff "Work-Life-Blending" immer stärker in den Fokus gerät, sagt das Randstad Arbeitsbarometer.

Randstad Arbeitsbarometer: Aus Work-Life-Balance wird Work-Life-Blending.

Mit 53 Prozent sieht sich eine knappe Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland außerhalb der Bürozeiten nicht verpflichtet, geschäftliche Anrufe direkt entgegen zu nehmen oder E-Mails gleich zu beantworten. Sie wollen es weiterhin selbst in der Hand behalten, ob und wann sie sich in ihrem privaten Umfeld mit beruflichen Themen auseinandersetzen. Gleichzeitig heißt dieses Ergebnis aber auch: Etwas weniger als die Hälfte der Arbeitnehmer beantwortet Telefonate und E-Mails auch während ihrer Freizeit umgehend.

Arbeit im Privatleben, Privates im Büro

Aber nicht nur in der freien Zeit verwischen die Grenzen, sondern auch im Büro ist es für eine Mehrheit selbstverständlich, sich zwischendurch um private Dinge zu kümmern: 58 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen sich laut Studie auch während der Arbeitszeit manchmal mit Privatangelegenheiten.

Besonders die jüngeren Altersgruppen nehmen sich diese Freiheiten. 69 Prozent der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren stimmen dieser Aussage zu. Die viel beschriebene Generation Y organisiert sich ihre Balance zwischen Arbeit und Privatleben zunehmend selbst. Ganz nach dem Motto: Meine Arbeitsleistung muss am Resultat und nicht an der Anwesenheitszeit gemessen werden.

Über die Studie

Das Randstad Arbeitsbarometer wird vierteljährlich in 33 Ländern durchgeführt. In Deutschland wurden im ersten Quartal 2015 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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