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13.03.2020

Arbeiten im Wunschbüro - eine schöne Vorstellung?

Bällebad, Tischkicker, Gratisgetränke im Großraumbüro und problemloses Arbeiten von zu Hause - die schöne neue Arbeitswelt wirkt bunt, flexibel und immer gut gelaunt. Doch arbeiten Menschen im schwindenden Raum zwischen Berufs- und Privatleben wirklich produktiver? Und welche Arbeitsumgebung fördert Wohlbefinden, Motivation und Kreativität?

Für Frank Berzbach, Arbeitspsychologe der Technischen Hochschule Köln, sind die durch New Work entstandene größere Freiheit und Mobilität von Arbeit grundsätzlich ein Gewinn. Für bedenklich hält er stressfördernde Arbeitsumgebungen wie das klassische Großraumbüro oder das Shared-Desk-Konzept, bei dem Mitarbeiter ihren Schreibtisch frei wählen können.

Das Shared-Desk-Konzept verhindere, dass Arbeitnehmer sich ein Territorium abstecken können, eine wichtige Bedingung für konzentriertes und kreatives Arbeiten. Zum einen führe das zu einem Kampf um die besten Plätze, zum anderen vermittele das Unternehmen indirekt die Botschaft: «Wir haben gar nicht genug Plätze für euch, für uns ist es viel günstiger, wenn ihr zu Hause arbeitet.»

Köpfhörer gegen Lärm im Großraumbüro

Eine weitere Entwicklung, die Berzbach für problematisch hält: In vielen Großraumbüros tragen Angestellte Baukopfhörer, um sich zu konzentrieren. Er kennt sogar Fälle, in denen Angestellte tagsüber die Schreibtischlampe einschalten, als eine Art Signallicht dafür, dass sie nicht gestört werden möchten.

Für den Einzelnen gibt es in einem Großraumbüro wenig Chancen, die Raumsituation zu ändern. «Man kann natürlich nicht die architektonischen Rahmenbedingungen verändern oder ein Einzelbüro fordern. Was man jedoch tun sollte, ist, die Belastung wahrzunehmen und zu äußern», empfiehlt Berzbach. Wer die Arbeitsstelle wechselt, könne sich vorab genau über das Bürokonzept informieren und sich fragen, ob er oder sie unter den Bedingungen eines Großraumbüros oder mit geteilten Schreibtischen arbeiten will.

Ein Raum kann nicht alles

Natürlich sei Kommunikation für kreative Arbeit ebenso relevant wie Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Dafür brauche es besondere Räume.
Denkbar ist für Berzbach eine offene Architektur, in der jede Person einen festen Bereich bekommt, in der es Rückzugsorte für absolute Ungestörtheit gibt und Räume für Besprechungen. «Dass all das nur ein einziger Raum erfüllen soll, ist meistens keine gute Idee.»

Wer sich fragt, wie eine optimale Arbeitsumgebung aussieht, müsse sich nur einmal seine eigene Wohnung vor Augen führen. Darin gebe es verschiedene Räume mit unterschiedlichen Funktionen und Rückzugsmöglichkeiten zur Entspannung.

Die Arbeitsumgebung ist mehr als nur ein Ort. Sie spiegelt die Unternehmenskultur wider. Arbeitspsychologe Berzbach beobachtet, dass Branchen wie Werbung oder Design umdenken und Rückzugsorte schaffen. In anderen Branchen sei man noch nicht so weit.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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