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04.06.2018

Bauboom mit Folgekosten

Egal ob Brücke oder Schwimmbad, öffentliche Infrastruktur bröckelt oft schon wenige Jahre nach dem Bau. Die Kosten einer Instandsetzung können das zwei- bis dreifache der ursprünglichen Bausumme betragen. Deshalb sollte nach Ansicht der Experten ein vorrangiges Ziel die Langlebigkeit von Gebäuden sein.

Eine Brücke sollte 80 bis 100 Jahre instandsetzungsfrei sein, sagt Andreas Gerdes vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Tatsächlich aber sei bei Brücken in Deutschland inzwischen im Mittel alle 30 bis 35 Jahre eine Sanierung notwendig.

Eine zentrale Ursache für die rasante Alterung öffentlicher Bauwerke seien die derzeitigen Vergabeverfahren. «Die Kommunen sind rechtlich vielfach dazu gezwungen, das günstigste Angebot zu nehmen», erklärt Gerdes. Auf den Millionenkosten für die Instandsetzung blieben meist die Kommunen sitzen, weil die Gewährleistung vielfach nur fünf Jahre umfasse.

Es mangelt an Qualität und Kontrolle

Neben der Verwendung geeigneter Materialien sei eine strenge Qualitätskontrolle wichtig, an der bisher oft gespart werde. «Wenn man bei 100 000 Euro Bausumme ein Prozent davon für die Kontrolle veranschlagt, gibt es oftmals große Diskussionen, obwohl es meist um ein Vielfaches teurer ist, das Bauwerk dann unter Nutzung sanieren zu müssen», sagt Gerdes.

Die Spirale aus Baumängeln und Sanierungsbedarf dürfte sich in letzter Zeit noch einmal beschleunigt haben: Die Erfahrung lehre, dass ein Bauboom wie der seit 2008 anhaltende es schwieriger mache, die Bauqualität hochzuhalten, erklärt Gerdes. So mangele es in der gesamten Bauwirtschaft auch an gut ausgebildeten Fachleuten. «Es sind durchaus Zweifel angebracht, was die Ausführungsqualität der derzeit hochgezogenen Büro- und Wohngebäude angeht.»

Am Ende leiden Umwelt und Klima

Die weltweite Bedeutung ist enorm: Der Infrastrukturbereich ist der größte Markt der Welt, er ist mit etwa drei Billionen Dollar zwei- bis dreimal so groß wie die Automobilbranche. Gewaltig sind die Folgen von Billigbau und Baupfusch aber nicht nur für öffentliche und private Kassen, sondern auch für Umwelt und Klima.

Neben besserer Haltbarkeit sei auch die Wiederverwertung von Baustoffen ein wichtiger Faktor. Schon jetzt werden Beton und Mauerwerk wiederverwendet, allerdings überwiegend für einfache Dinge wie Wege und den Straßenunterbau.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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