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23.05.2018

"Bekömmliches" Bier: Qualitätsversprechen oder Wellness-Schwindel?

Suggeriert der Begriff "bekömmlich" bei dem Werbeslogan für ein Bier unrechtmäßig eine gesundheitsfördernde Wirkung? Darüber streiten sich ein Allgäuer Brauer und ein Berliner Wettbewerbsverband seit Jahren. Nun liegt der Fall beim Bundesgerichtshof.

"Bekömmlich, süffig - aber nicht schwer", so warb eine kleine Brauerei aus Leutkirch (Kreis Ravensburg) für ihr Bier - und wurde dafür vom Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) verklagt. Nach Ansicht des VSW suggeriere das Wort "bekömmlich" eine gesundheitsfördernde Wirkung, die bei alkoholischen Getränken irreführend und daher zum Schutz des Verbrauchers unzulässig sei.

Bekömmlich: Medizinische Aussage oder Qualitätsversprechen?

Im Mittelhochdeutschen bedeutete das Wort "bekom(en)lich" einst so viel wie "passend" oder "bequem". Heutzutage versteht man darunter "leicht verdaulich" oder "verträglich." Für den beklagten Brauer, der seit den 30er Jahren den Begriff in seiner Werbung verwendet, sei "bekömmlich" ein Qualitätsversprechen mit langer Tradition.

Dem hält der Kläger entgegen: Der Begriff "bekömmlich" sei eine "gesundheitsbezogene Aussage, mit der laut Health-Claims-Verordnung alkoholische Getränke mit über 1,2 Volumenprozent nicht beworben werden dürfen. Denn: Den Begriff könnte der Verbraucher als "Langzeitversprechen" verstehen, dass das beworbene Lebensmittel auch bei längerem Konsum nicht schade. Angaben zu alkoholischen Getränken dürfen aber nicht missverständlich sein.

Wie ist der Fall ausgegangen?

Die beklagte Brauerei reagierte durch händisches Streichen des Wortes "bekömmlich" mit Filzstift - auf 30.000 Flaschen. Der Leutkircher Brauereichef Gottfried Härle legte Berufung ein. Seine Klagen blieben vor dem Landgericht Ravensburg und dem Oberlandesgericht Stuttgart erfolglos.

Nun beschäftigt der seit drei Jahren währende Bierstreit zwischen der Allgäuer Brauerei und einem Berliner Wettbewerbsverband den Bundesgerichtshof (BGH). An diesem Donnerstag prüfen die obersten deutschen Zivilrichter den Fall.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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