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09.10.2018

Daten werden noch nicht zur Wertschöpfung genutzt

Es fehle vor allem ein Selbstverständnis, Daten zur Steigerung der Wertschöpfung zu nutzen. Eine datengetriebene Entscheidungskultur ist bislang in jedem vierten Unternehmen erkennbar. Viele der übrigen Unternehmen vernachlässigen die unternehmenskulturelle Weiterentwicklung und fokussieren sich zu stark auf die Einführung technischer Big-Data-Lösungen. Das sind Ergebnisse einer Studie Sopra Steria Consulting.

Die kulturellen Defizite hindern Unternehmen daran, sich dem Ziel einer digitalisierten und datengetriebenen Organisation zu nähern. Auf dem Gebiet Business Intelligence und Datenanalyse erreichen die untersuchten Unternehmen branchenübergreifend im Durchschnitt die Reifestufe 3.

Stufe 4 erfordert organisatorisch ein Selbstverständnis, Entscheidungen mithilfe analytischer Methoden und Daten zu treffen. Diese Unternehmen unterstützen ihre Geschäftsprozesse flächendeckend durch Datenanalyse in Form von Handlungsempfehlungen. Um dorthin zu gelangen, haben sie laut Studie eine Kultur der Offenheit etabliert und die Bereitschaft für Veränderung geschaffen.

Analytische Entscheidungen fallen kaum

Die Mehrheit der DACH-Unternehmen sei allerdings weit davon entfernt, diese Veränderung in Richtung einer Kultur der Business Intelligence und Datenanalyse mitzugehen. 20 Prozent der Unternehmen nutzen zwar explorative Methoden zum Gewinnen von Ideen sowie agile Weiterentwicklungen. Dies reiche jedoch bei Weitem nicht aus, um einen dauerhaften Bewusstseinswandel anzustoßen.

Auffällig sei hier eine breite Kluft zwischen Erkenntnis und Umsetzung. 50 Prozent der befragten Unternehmen halten analytisch basierte Entscheidungen für sehr wichtig. Lediglich zwölf Prozent leben dies aber im Tagesgeschäft und stützen tatsächlich Entscheidungen auf Basis von Analytik.

Viele Ideen, aber wenig Umsetzung

Vier von zehn Unternehmen haben zwar einen beträchtlichen Bedarf an Innovationen, die sie mittlerweile auch durch Methoden wie DevOps und Design Thinking entwickeln. Dennoch werden diese innovativen Prototypen für Produkte und Leistungen schlussendlich nur von drei Prozent der befragten Unternehmen systematisch in das operative Geschäft integriert.

Hier bestehe ein enormer Entwicklungsbedarf, um Wertschöpfung durch Analytik und eine agile Ausrichtung mit messbarem Return on Investment zu erzielen. Organisatorisch sei es deshalb wichtig, dass Business Intelligence-Kompetenz und Fachkompetenz zueinanderfinden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Literaturhinweis

Zur Studie: www.soprasteria.de

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