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04.08.2020

VDI 3822: Richtlinie zur Durchführung einer Schadenanalyse

Die neue Richtlinie VDI 3822 liefert einen Leitfaden, um Erfahrungen aus Schadenanalysen systematisch auszuwerten und zugänglich zu machen.

© VDI

© VDI

Ziel der neuen Richtlinie VDI 3822 ist es, Schadensarten an Produkten aus metallischen und polymeren Werkstoffen einheitlich zu benennen und zu beschreiben. Die Unterblätter der Richtlinie zu Bauteilen aus Metall, Kunststoff und Elastomer sind daher immer im Zusammenhang mit diesem Grundlagenblatt zu verwenden.

Trotz sorgfältiger Konstruktion und Fertigung sowie eingehender Erprobung gelingt es auch bei Einhalten der vorgesehenen Betriebsweise nicht immer, Fehler und Schäden zu vermeiden. Schadensfälle verursachen wirtschaftliche Verluste durch Produktionsausfall, Folgeschäden sowie Reparaturmaßnahmen und können darüber hinaus Menschen gefährden. Schadensanalysen führen zu Verbesserungen bei der Werkstoffentwicklung, der Werkstoffauswahl, der Konstruktion, der Fertigung und der Betriebsweise. Die gewonnenen Erkenntnisse können sofort in die Qualitätssicherung eingehen und der Schadensprävention dienen. Schadensanalysen helfen, für ein technisches Erzeugnis ein Optimum aus Werkstoff-, Konstruktions-, Fertigungs- und Bauteileigenschaften unter Kostengesichtspunkten zu finden.

Herausgeber der VDI 3822 „Schadensanalyse - Grundlagen und Durchführung einer Schadensanalyse“ ist die VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Die Richtlinie erscheint im August 2020 als Entwurf; mittels Stellungnahmen ist eine Mitgestaltung der Richtlinie möglich: durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2021.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Düsseldorf

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