nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
15.01.2020

Streit um ein Lieferkettengesetz

Die "Initiative Lieferkettengesetz" will Menschenrechte und Umweltschutz weltweit stärken. Die Freiwilligkeit sieht sie gescheitert und plädiert für ein Lieferkettengesetz. So soll sichergestellt werden, dass Unternehmen für Schäden an Menschen und der Umwelt in ihren Lieferketten haften.

Deutsche Unternehmen haben beim Monitoring der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP-Monitoring) schlecht abgeschnitten Nur 20 Prozent der Firmen gaben an, die Menschenrechtsanforderungen des NAP zu erfüllen. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der teilnehmenden Unternehmen.

Das Prekäre dabei: Um auf die angestrebte Mindestanzahl von 400 Unternehmensantworten zu kommen, hatte die Bundesregierung die Laufzeit der Befragung zweimal verlängert und die Stichprobe von 1.800 auf 3.000 Unternehmen erweitert. 2.600 angeschriebene Unternehmen hatten sich an der Umfrage nicht beteiligt.

"Freiwilligkeit ist gescheitert"

Mit der Initiative Lieferkettengesetz hat sich jetzt ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Organisationen formiert. Sie fordert die Bundesregierung dazu auf, Konsequenzen zu ziehen und umgehend ein Gesetzgebungsverfahren für ein Lieferkettengesetz einzuleiten. "Freiwillig tun die Unternehmen viel zu wenig für die Menschenrechte“, sagt Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD und Union darauf geeinigt, dass die Bundesregierung ein Lieferkettengesetz ausarbeitet, wenn weniger als die Hälfte der im NAP befragten Unternehmen die Vorgaben schaffen. Da diese Hürde gerissen wurde, nimmt die Politik sich jetzt des Themas an. Im zweiten Halbjahr soll das Thema auf die Agenda der deutschen EU-Prädidentschaft genommen werden.

Gegenwind von der Wirtschaftslobby

Zwar gibt es viel Zustimmung aus der Wirtschaft, denn einige Unternehmen wie Nestlé, Tchibo, Vaude oder Ritter Sport haben sich in einer Petition für ein solches Lieferkettengesetz ausgesprochen. Jedoch machen die großen Verbände wie der BDA oder der VDMA laut Global Policy Forum Front gegen die Initiative. Heraus kamen die Lobbyaktivitäten durch Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Global Policy Forum

Weiterführende Information
DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!