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10.09.2014

Revision ISO 9001 und 14001: Das müssen Unternehmen beachten

Im kommenden Jahr erscheinen die endgültigen Fassungen der neuen ISO 9001 und ISO 14001. Dabei kommen einige Änderungen auf Unternehmen zu.

Aus den Revisions-Entwürfen der Normen für Qualitäts- und Umweltmanagement ist bereits erkennbar, dass Unternehmen ihre Managementsysteme anpassen müssen, um auch künftig die Forderungen zu erfüllen.

Neue Form

Sowohl die ISO 9001 als auch die ISO 14001 werden eine neue Struktur, die sogenannte High Level Structure (HLS) mit zehn Hauptkapiteln aufweisen. Diese gilt künftig für alle ISO-Managementsysteme. Sie soll die Integration in bestehende Managementsyteme vereinfachen, Kombizertifizierungen erleichtern und Unternehmen insgesamt entlasten.

Es werden neue Begriffe eingeführt, unter anderem werden Dokumente, Aufzeichnungen und Dokumentation unter dem Begriff „dokumentierte Information“ zusammengefasst. Es gibt künftig weniger Vorgaben; das Unternehmen legt eigenverantwortlich fest, welche schriftlichen Regelungen benötigt werden.

Neue Inhalte

  • Ein Risiko- und Chancenmanagement wird zum Grundprinzip aller Managementsysteme und zieht sich wie ein roter Faden durch die Normen: Chancen und Risiken müssen ermittelt werden, es sollen dazu Werkzeuge und Mechanismen des Risikomanagements verwendet werden, wie beispielsweise FMEA oder Fehlerbaumanalyse. Ein Riskomanagement nach ISO 31000 muss allerdings nicht eingeführt werden.
  • Mit dem neuen Kapitel “Kontext der Organisation” wird das Umfeld stärker berücksichtigt als bisher. Unternehmen müssen dazu Bedürfnisse und Erwartungen der „interessierten Kreise“ bestimmen, diese gehen über „Kunden“ hinaus und umfassen auch Endverbraucher, Händler, Lieferanten, die gesamte Lieferkette und andere relevante interessierte Parteien.
  • Der Revisionsvorschlag unterstützt den prozessorientierten Managementansatz zur Entwicklung, Umsetzung und Verbesserung der Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems. So erwartet die überarbeitete ISO 9001, dass In- und Output jedes Prozesses festgelegt werden. Die Messung von Leistungskennzahlen und die Festlegung der Verantwortlichkeiten sind beispielsweise künftig klarer vorgegeben.
  • Organisationen sind aufgefordert, die Relevanz der ermittelten Erwartungen zu bewerten und zu entscheiden, welche Erwartungen sie zusätzlich erfüllen wollen, und zwar über vertragliche Anforderungen sowie die gesetzlichen und behördlichen Anforderungen hinaus.
  • Für das Qualitätsmanagement wird unter anderem eine Kompetenzbewertung gefordert: Dazu muss überprüft werden, ob Mitarbeiter erlerntes Wissen und Fähigkeiten anwenden können, diese Überprüfung muss dokumentiert werden. Ein Wissensmanagement wird jedoch nicht zur Pflicht.
  • Im Umweltmanagementsystem muss die Umweltbewertung zukünftig die Umweltaspekte des gesamten Lebenszyklus berücksichtigen. Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, zusätzlich zu den gesetzlich geforderten Informationen, Externe über Umweltvorfälle zu informieren, so muss es ein detailliertes Verfahren zur Kommunikation festlegen.
  • Für beide Managementsysteme gilt: Das Top-Management, also in der Regel die Geschäftsleitung, wird stärker gefordert und muss mehr 
Verantwortung für das Managementsystem übernehmen. . Die bisherigen Pflichten eines Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) liegen damit künftig bei der obersten Leitung. Zu deren Aufgabenbereichen zählen künftig auch die Integration des QMS in die Geschäftsprozesse der Organisation und die Förderung des Bewusstseins zum Prozessansatz. Zudem sollte das Management gewährleisten, dass das QMS seine beabsichtigten Ergebnisse tatsächlich erreicht und die Mitarbeiter mit relevanten Aufgaben unterstützen.

Übergangsphase und Gültigkeit bestehender Zertifikate

Die Übergangsphase wird voraussichtlich drei Jahre - ab der Gültigkeit der neuen Fassung - dauern. Erscheinen soll die ISO 9001 voraussichtlich im September 2015, die ISO 14001 im Juli 2015.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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