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09.04.2019

DIN SPEC 92001-1 sichert die Qualität von KI-Modulen

Ziel der Spezifikation ist es, die Qualität von KI anhand eines einheitlichen Konzepts entlang ihres gesamten Lebenszyklus zu sichern. Dafür definiert die DIN SPEC 92001-1 ein Qualitäts-Metamodell („Quality Metamodel“), das alle wichtigen Qualitätsaspekte von KI enthält und miteinander in Verbindung bringt.

Bei der neuen DIN SPEC 92001-1 stehen die einzelnen Phasen des KI-Lebenszyklus im Mittelpunkt: Ihnen lassen sich bestimmte Qualitätsanforderungen zuordnen. So gilt es zum Beispiel vor allem in der Konzeptions- und Entwicklungsphase, einer Verzerrung oder Voreingenommenheit der KI („bias“) bei der Verarbeitung von Informationen vorzubeugen.

Zudem identifiziert das Metamodell Funktionalität und Leistung, Stabilität sowie Nachvollziehbarkeit als drei übergreifende Ziele der Qualitätssicherung und nennt die Komponenten eines KI-Moduls, die relevant für dessen Qualität sind, etwa Umgebung oder Daten.

Quelltext macht Qualitätsmanagement von KI schwer

Im Gegensatz zu herkömmlicher Software sind die Entscheidungsregeln durch Sichtung des Quelltextes der KI-Algorithmen schwer bis gar nicht abzuschätzen, weil KI mit hochkomplexen mathematischen Modellen agiert.

Das kann das Qualitätsmanagement von KI erschweren – ein Aspekt, den Entwickler und Anwender entlang des gesamten Lebenszyklus bedenken müssen.

Unterschiedliche Risikokategorien

Um ihnen dies zu erleichtern, schafft die DIN SPEC 92001-1 die strukturelle Grundlage, um die Qualität von KI vor dem Hintergrund ethischer Aspekte in allen denkbaren Anwendungssituationen zu sichern.

Das entwickelte Metamodell ist allgemeingültig, da es sich nicht nur auf bestimmte Einsatzzwecke von KI beschränkt, sondern das Thema Qualität möglichst breit abdeckt.

Dabei unterscheidet die DIN SPEC 92001-1 zwischen KI-Modulen mit hohem („High Risk“) und geringem Risiko („Low Risk“) – abhängig davon, ob ihr Einsatzzweck relevant hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz oder ethischen Aspekten ist.

Abweichungen von Qualitätsanforderungen begründen

So sind bei High-Risk-Modulen Abweichungen von definierten Qualitätsanforderungen nicht gestattet oder zu begründen. Das kann zum Beispiel bei KI-Anwendungen der Fall sein, bei denen Menschenleben gefährdet sind.

Spezifische Qualitätsanforderungen an KI definiert der zweite Teil der DIN SPEC 92001 „Artificial Intelligence – Life Cycle Processes and Quality Requirements – Part 2: Quality Requirements“.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Weiterführende Information
Unternehmensinformation

Deutsches Institut für Normung e.V.

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Tel.: 030 2601-0
Fax: 030 2601-42216

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