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09.04.2020

Corona-Einsätze fordern TÜV-Nord-Prüfer

Wegen des wirtschaftlichen Leerlaufs durch die Viruskrise gibt es für den TÜV Nord derzeit auch weniger zu tun – mit einer wichtigen Ausnahme. Außerdem kommen weitere Aufgaben auf den Prüfkonzern zu.

Bei der Lieferung medizinischer Schutzausrüstung in der Corona-Krise prüft der TÜV Nord die Einhaltung von Qualitätsstandards und nimmt auch die Zulassung von Medizintechnik stärker in den Blick. Mundschutzmasken oder Handschuhe würden nun zunehmend zentral aus Asien beschafft, sagte Vorstandschef Dirk Stenkamp der Deutschen Presse-Agentur."Es geht um eine schnelle Verteilung im Gesundheitssystem. Aber wir müssen solche Ausrüstung auch testen", betonte der Manager am Donnerstag. Teilweise versuchten einige Anbieter, mit mangelhafter Ware und "vorgetäuschten oder abgelaufenen Zertifikaten" die enorme Nachfrage auszunutzen.

"Wir überprüfen Lieferungen, bevor sie ins Flugzeug geladen werden", sagte der TÜV-Nord-Chef in Hannover. Aber auch nach der Ankunft in Deutschland seien Untersuchungen der Materialien notwendig: "Ist das wirklich die Ware, die geordert wurde? Sind die Zertifikate gültig?"

Es gebe derzeit deutlich mehr entsprechende Prüfaufträge von Behörden und Unternehmen als üblich. Manche Teams des TÜV Nord seien auch mit Inspektionen in anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie dem Energienetz beschäftigt. Ob in der Medizintechnik bisher branchenfremde Anbieter rasche Zulassungen etwa für Beatmungsgeräte erhalten können, hängt laut Stenkamp vor allem von der Frage ab, ob es sich um zugelieferte Teile oder ganze Maschinen handelt.

Strenge Regularien für hochsensible Geräte

"Nirgendwo sind die Regularien so streng wie im Medizintechnik-Bereich", erklärte er. Weil es um hochsensible Geräte und oft um die Frage "Leben oder Tod" gehe, könne man die Verfahren zur Zulassung für Beatmungssysteme nicht einfach so beschleunigen. Anders sei es bei Komponenten für fertig zugelassene Geräte. Dort seien - bei vorliegender Typzulassung der Maschine selbst - deutlich kürzere Fristen von "einigen Wochen oder Monaten" denkbar.

Beim TÜV Nord ist der Betrieb wegen der rückläufigen Gesamtnachfrage in manchen Geschäftsfeldern eingeschränkt. Im Bildungs- und Akademiebereich gebe es Kurzarbeit, daneben greife man auf Urlaubsausgleich zurück oder nutze die Zeit zur Planung neuer Projekte. Sofern möglich, erledigten die Beschäftigten ihre Aufgaben aus dem Homeoffice. "Viele Zertifizierungen und Labortests finden sicher über Tausende von Kilometern statt." Die TÜV-Stationen blieben aber geöffnet und für die Kunden erreichbar, betonte der Konzern.

Im abgelaufenen Jahr erweiterte das Unternehmen sein Geschäft mit digitaler Prüftechnik. Die Investitionen waren ein Grund dafür, dass der Betriebsgewinn beim TÜV Nord 2019 um 6,2 Prozent auf 75,2 Millionen Euro zurückging. Ein Schwerpunkt war auch die Begutachtung von Offshore-Windanlagen mit einer lasergestützten Messtechnik. Der Umsatz legte um 4,3 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zu. Das Unternehmen ist neben TÜV Süd (München) und TÜV Rheinland (Köln) eine der drei großen TÜV-Gruppen. Es beschäftigt rund 11 300 Mitarbeiter.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

TÜV Nord AG

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