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11.09.2013

Nachhaltige Produkte nur mit transparenten Liefernetzen

Das Materialreporting nach REACh, RoHS oder ELV ist gesetzlich vorgeschrieben. Doch international verzweigte Zulieferketten in der Elektronik- und Automobilindustrie behindern die praktische Umsetzung. Das Forschungsprojekt „Sustain Hub“ versucht nun, ein Datenaustauschsystem zu schaffen. Markus Hornberger, Projektleiter am Fraunhofer Institut IPA, beantwortet Fragen zum Projekt.

Markus Hornberger, Leiter des Forschungsprojekts „Sustain Hub“ am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA)

Markus Hornberger, Leiter des Forschungsprojekts „Sustain Hub“ am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA)


QZ-online: Warum braucht die Industrie ein Austauschsystem für Nachhaltigkeitsdaten? Wissen die Unternehmen denn nicht, was sie verkaufen oder herstellen?

Hornberger: Die Struktur der Lieferkette in der Elektronikindustrie ist sehr komplex und wenig transparent – vor allem auf globaler Ebene. Und der Informationsaustausch zwischen den Unternehmen ist mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden. Deshalb ist es schwer, verantwortungsbewusste Einkaufsentscheidungen zu treffen, und bei der Wahl eines Lieferanten auf Nachhaltigkeitsaspekte zu achten. Genau das aber verlangt der Gesetzgeber von jedem europäischen Hersteller und Distributor.

QZ-online: An „Sustain Hub“ beteiligen sich 15 Partner aus sieben Ländern – von Distributoren bis hin zu Verbänden und wissenschaftlichen Instituten. Was steckt hinter diesem Programm?

Hornberger: Unser Ziel ist, eine Softwarelösung für die Sammlung und den Austausch von Nachhaltigkeitsdaten zu entwickeln – sowohl entlang der Wertschöpfungskette, als auch zwischen verschiedenen Unternehmen auf gleicher Ebene in der
Liefer- bzw. Wertschaffungskette. Das betrifft unter anderem Energie- und Stoffverbrauch oder gesetzliche Verbote gefährlicher Stoffe wie in REACh, RoHS und in der Altautorichtlinie (ELV). „Sustain Hub“ ist als Drehscheibe für die Kommunikation zwischen Systemen wie BOMcheck oder CDX konzipiert
und punktet mit hilfreichen Ergänzungstools, die das Arbeiten mit Sustainability- Daten erleichtern.

QZ-online: Das hört sich sehr abstrakt an. Können Sie uns ein Beispiel geben?

Hornberger: Eine Aufgabe ist, spezielle Algorithmen zu entwickeln, die aus verschiedensten Quellen wertvolle Daten sammeln und auswerten. Stoßen sie beispielsweise im Internet auf das Stichwort „krebserregend“ im Zusammenhang mit gewissen Stoffen, können wir frühzeitig absehen, ob mit gesetzlichen Verboten zu rechnen ist. Darüber hinaus können Elektronikhersteller im Sustain-Hub-
Datenbanksystem ihre Analysedaten, z. B. Informationen zur RoHS-Konformität bestimmter Bauelemente, hinterlegen und mit anderen Unternehmen austauschen.

QZ-online: Heißt das etwa, ein Unternehmen übernimmt die Kosten für Analyse und Recherche und alle anderen profitieren davon?

Hornberger: Nein. Uns ist es wichtig, dass die Daten unter der Kontrolle des Datenbesitzers bleiben. Er kann sie gezielt an bestimmte Partner weitergeben und damit seinen Kunden einen hohen Zusatzservice anbieten. Und natürlich profitiert er selbst vom Zugang zu anderen Informationen im Netzwerk, kann sein operationelles Risiko minimieren und Kosten für Materialtests reduzieren.

QZ-online: An welche Branchen richtet sich das Programm?

Hornberger: Zielgruppen sind insbesondere die Elektronik- und die Automobilindustrie. Als integriertes System erleichtert die Datenbank des „Sustain Hubs“ vor allem kleinen und mittleren Unternehmen in der Mitte der Zulieferketten die Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen.

Weitere Informationen auf den IDEA / FBDi Trendtagen 2013
am 28. und 29. November in München:

www.fbdi.de/trendtage

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Fachverband der Bauelemente Distribution e.V. (FBDi e.V.)
www.fbdi.de

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