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07.12.2017

Künftig fliegende Messtechnik?

Das Forschungsprojekt AMIIGO, Automatische, Multikopter-basierte Indoor-Inspektion von großen Oberflächen ist gestartet, mit der Zielsetzung, die zerstörungsfreie Prüfung zu vereinfachen.

Die zerstörungsfreie Inspektion sehr großer Bauteile stellt eine große Herausforderung dar, sofern diese die Reichweite eines Roboterarmes oder den Arbeitsraum eines Messplatzes überschreiten. Vor diesem Hintergrund startete im Oktober in Aachen das Projekt „Automatische, Multikopter-basierte Indoor-Inspektion von großen Oberflächen“ (AMIIGO). Zielsetzung ist es, den Aufwand der zerstörungsfreien Inspektion signifikant zu reduzieren. Dies soll durch den Einsatz Indoor-fliegender, kooperierender Messmittel möglich werden. Dabei soll die optische Messtechnik zukünftig mit einem Multikopter automatisiert über die Oberfläche von beispielsweise Flugzeugen bewegt werden, um Defekte zu identifizieren. Erkannte Fehler sollen dann in einer „Defect-Map“ gespeichert werden.

Flugzeugwartung mittels Drohne

Während des Kick-Off Meetings am 18.10.2017 wurde die obere Rumpfstruktur von Flugzeugen und als wesentliche Baugruppe das Leitwerk (sowohl horizontaler als auch vertikaler Stabilizer) als präferierter Untersuchungsgegenstand identifiziert. Während des Projektes wird sich das Forschungsteam vorwiegend auf die Flugzeugwartung insbesondere auf die Beschädigungsuntersuchung von Flugzeugen nach Blitzeinschlag fokussieren. Neben der Flugzeugwartung wurde die automatisierte Untersuchung von Beschichtungen und Schweißnähten im Inneren großer Öltanks diskutiert, die nur eine bedingte Zugänglichkeit für den Mitarbeiter gestatten.

Breit angelegte Forschungskooperation

Gefördert wird das Projekt durch die AiF, Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., konkret von der deutschen Forschungsvereinigung für Mess-, Regelungs- und Systemtechnik e.V. (DFMRS). Zwei Jahre lang werden das Institut für Regelungstechnik IRT und der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University Hand in Hand einen Ortungsalgorithmus für Defekte erarbeiten, die Integration und Realisierung sowie die Validierung der Daten übernehmen. Das IRT wird seine Forschung zudem vorwiegend auf die Multikopter-Automatisierung fokussieren, während das Werkzeugmaschinenlabor die Messtechnik, das Projektmanagement und die Vernetzung und Kommunikation der Schnittstellen übernehmen wird.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University

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