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26.10.2012

Energieeffizienz in der Produktion

Neues Stiftungsinstitut für die Universität Stuttgart

Die Energieeffizienz in der Produktion von Maschinen, Anlagen und Gütern muss massiv verbessert werden, denn die produzierende Industrie verbraucht in Deutschland ein Drittel der Gesamtenergie.

Die Heinz und Heide Dürr Stiftung und die Karl Schlecht Stiftung haben Mittel für ein Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) an der Universität Stuttgart bereitgestellt. Die Gründung des Instituts am 1. Oktober 2012 erfolgte in enger Kooperation mit Prof. Thomas Bauernhansl, dem Leiter des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart sowie des Fraunhofer-Instituts für Produktion und Automatisierung (IPA).

Beide Stiftungen übernehmen für fünf Jahre die Grundfinanzierung mit jährlich 250.000 Euro, insgesamt also mit 2,5 Millionen Euro. Damit unterstützen die beiden Stifter Heinz Dürr und Karl Schlecht die Universität Stuttgart nachhaltig. Das neue Universitätsinstitut ist an der Fakultät für Energie-, Verfahrens- und Biotechnik der Universität Stuttgart angesiedelt, arbeitet jedoch fakultätsübergreifend. Prof. Bauernhansl fungiert als Gründungsdirektor, bis innerhalb eines Jahres die Berufung eines neuen Professors erfolgt ist.

Prof. Thomas Bauernhansl; Foto: Uni Stuttgart

Prof. Thomas Bauernhansl; Foto: Uni Stuttgart

Das Institut hat neben einschlägiger Grundlagenforschung die Aufgabe, die Politik auf Bundes- und Europaebene zu beraten. Es wird daher regelmäßig Reports zum Stand der Energiewende mit dem Fokus auf Energieeffizienz in der Industrie veröffentlichen, nach dem Vorbild des ifo Geschäftsklimaindex. Unterschiedliche Veranstaltungsformate des Instituts sollen das Thema permanent in der öffentlichen und politischen Diskussion halten. Außerdem werden traditionelle und moderne Marketinginstrumente wie Social Media die Ergebnisse schnell und zielgruppengerecht kommunizieren.

Das Institut soll für die unterschiedlichen Industrien bzw. Branchen in Deutschland gemeinsam mit anderen universitären und außeruniversitären (Fraunhofer-)Forschungsinstituten langfristige Technologie-Roadmaps entwickeln. Sie werden den Geldgebern von Forschungsinitiativen, beispielsweise der EU, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und der Großindustrie Anhaltspunkte für sinnvolle Initiativen geben. Andererseits bilden diese Roadmaps die Basis für eigene Forschungsvorhaben, die gemeinsam mit anderen Forschungsinstituten sowie Industriepartnern umgesetzt werden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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