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28.01.2013

Wie viel Medizin können wir uns leisten?

DGQ-Unternehmerabend

Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen stehen aufgrund der demografischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts vor neuen Herausforderungen. Jürgen Merz, Koordinator Politik und Verbände der AOK Hessen in Bad Homburg, hinterfragte während des Unternehmerabends der DGQ Beratung am 25. Oktober 2012 in Langen, ob Kostendämpfung als Reformoption eine Antwort sein kann.

Sicherheit in Medizin und Luftverkehr: Patrick Becker (r.) von der DGQ Beratung GmbH moderierte den Unternehmerabend. Gastgeber war Axel Raab (M.), Hauptreferent Jürgen Merz.

Sicherheit in Medizin und Luftverkehr: Patrick Becker (r.) von der DGQ Beratung GmbH moderierte den Unternehmerabend. Gastgeber war Axel Raab (M.), Hauptreferent Jürgen Merz.

Die Gesundheitsausgaben sind in Deutschland von 206,6 Milliarden Euro im Jahr 1999 auf 287,3 Milliarden im Jahr 2010 gestiegen. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist innerhalb dieser Dekade von 10,4 auf 11,6 Prozent angewachsen. "Damit gehört Deutschland im internationalen Vergleich zur Spitzengruppe im Hinblick auf die Gesundheitsausgaben", sagte Merz. Demgegenüber prognostizieren Experten bis Ende 2013 einen Überschuss von 14 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds. Allein die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen sind bis Ende 2012 nach Berechnungen des Schätzerkreises um 7,1 Milliarden Euro gestiegen. Wegen der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt fließen nach Angaben des Bundesversicherungsamts voraussichtlich 3,2 Milliarden Euro Überschuss in den Fonds. Und weitere 3,9 Milliarden Euro werden die Krankenkassen den Berechnungen zufolge selbst ansparen können.

Dass dennoch Finanzierungsprobleme das Gesundheitswesen belasten werden, hat Merz zufolge seine Ursachen in der Einnahmeseite durch veränderte Erwerbsbiografien, weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, geringe Steigerung der Arbeitsentgelte sowie verminderte Einnahmen durch einen steigenden Rentneranteil. Dem stünden auf der Ausgabenseite ein erhöhter Bedarf an Gesundheitsleistungen, der medizinisch-technische Fortschritt sowie eine Wachstumsbranche in Form von Lifestyle, Wellness und Beauty gegenüber. "Der medizinische Fortschritt verbessert die Gesundheit und Lebensqualität", sagte der Krankenkassenfachwirt, verschwieg aber auch nicht das Problem der Über-, Unter- und Fehlversorgung. "Wir geben viel Geld aus für überflüssige Leistungen und vermeidbare Erkrankungen und bezahlen Innovationen, deren Nutzen nicht erwiesen ist", betonte Merz. Als Beispiele nannte er unter anderem die Zahntechnik, Schönheitschirurgie und "erfundene" Krankheiten, wie etwa die Wechseljahre des Mannes. "Damit binden wir Finanzmittel und Ressourcen, die zielgerichteter für die Gesundheit eingesetzt werden könnten", beklagte der Gesundheitsökonom.

Die entscheidende Herausforderung an die Gesundheitswirtschaft besteht nach den Worten von Merz in einer Versorgung aller, "unabhängig von Alter, Gesundheitsstatus, Einkommen und Wohnort". Als Handlungsoptionen für die Politik folgerte er daraus eine strikte Überprüfung des Leistungsspektrums und eine verbesserte Effizienz und Qualität durch mehr Wettbewerb. Deshalb seien für das Gesundheitswesen eine sinnvolle Ordnung aus Wettbewerb und Regulierung, eine bessere Qualitätssicherung und qualitätsorientierte Vergütungssysteme, wirksame Präventionsmaßnahmen und mehr Transparenz für Patienten erforderlich.

Gastgeber des Unternehmerabends der DGQ Beratung GmbH war die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) in Langen bei Frankfurt am Main, vertreten durch Presse- und PR-Leiter Axel Raab. Den rund 30 Teilnehmern nannte er Zahlen, Daten und Fakten. So beschäftigt die DFS 6000 Mitarbeiter, davon 2000 Fluglotsen. Diese regelten 2011 rund 3,06 Millionen Flugbewegungen, also Abflüge und Landungen, an 16 internationalen Flughäfen und über vier Kontrollzentralen. Ihre Aufgabe ist es, die Abstände zwischen den Flugzeugen im Luftverkehr sicherzustellen. Das müssen vertikal etwa 300 Meter und horizontal zwischen 3,6 und neun Kilometer sein.

Raab erläuterte auch den Unterschied zwischen Radar- und
Koordinationslotsen. Danach staffeln Radarlotsen den Luftverkehr mittels Radar und Anweisungen über Funk und übermitteln alle notwendigen
Informationen zur sicheren Durchführung der Flüge. Koordinationslotsen koordinieren Übergabehöhen für den ein- und ausfliegenden Verkehr für den jeweils zuständigen Sektor und geben Höhenänderungen und sonstige Informationen an benachbarte Sektoren weiter.

Seine Ausführungen veranschaulichte Axel Raab mit spannenden Simulationen und Filmen sowie einem Vor-Ort-Besuch im Langener Tower. Dort erfuhren die Gäste, dass ein Fluglotse seinen anspruchsvollen Job in der Regel bis zu seinem 40. Lebensjahr ausübt und danach in einen anderen Bereich der Deutschen Flugsicherung wechselt.

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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