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05.01.2012

Wie gelingt der Dreiklang?

Symposium "Verantwortlich, nachhaltig, innovativ"

Kunden wollen wissen, unter welchen Arbeits- und Sozialstandards Produkte erstellt werden. Bewerber berücksichtigen bei der Wahl ihrer Arbeitgeber Aspekte der Corporate Social Responsibility (CSR). Investoren wollen von der Ernsthaftigkeit des Unternehmens überzeugt werden, und die Medien beleuchten, wie es um die Fähigkeit der Verantwortungsübernahme bestellt ist. Unternehmen müssen deshalb heute in der Lage sein, Verantwortung für Wertschöpfung und -schätzung zu übernehmen und diese nachzuweisen. Dass sie damit oft auch Wegbereiter für innovative Produkte und Dienstleistungen sind, hat das Symposium "Verantwortlich, nachhaltig und innovativ" am 25. Oktober 2011 aufgezeigt. Veranstalter waren die IHK Frankfurt am Main, die DGQ, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Carl Duisberg Gesellschaft und die Innovationsvereinigung für die Deutsche Wirtschaft (idwi).

Fanden in der von DGQ-Produktmanagerin Claudia Nauta geleiteten Podiumsdiskussion den Dreiklang aus Verantwortlichkeit, Nachhaltigkeit und Innovation: Dr. Jürgen Janssen, Dr. David Kossen, Dr. Ottmar Kayser und Professor Herbert Birkhofer (von links).

Reputation gewinnen

Die CSR-Landschaft in Deutschland hat sich inzwischen weit entwickelt, so Dr. Jürgen Janssen vom Deutschen Global Compact Netzwerk, Berlin. Nachhaltigkeit als strategisches Unternehmensziel diene dem Erhalt kritischer Naturgüter und basiere auf dem vor elf Jahren ins Leben gerufenen Global Compact. Diesem "unternehmensgetriebenen Multi-Stakeholder-Forum" gehören derzeit 170 deutsche Firmen mit weltweitem Einsatz an. Viele Unternehmen schrecken Janssen zufolge noch vor einem Beitritt zurück, da externe Einflussfaktoren auf sie wirken: etwa Gesetze und Vorschriften, die kritische Einschätzung durch die Zivilgesellschaft und deren Nachfrage sowie Innovationen aus dem Wettbewerb. Diesem Druck können die Unternehmen begegnen, indem sie Werte schaffen, Reputation gewinnen und sich vernetzen. "Das ist ein wichtiger Trumpf im Kampf um Talente", sagte Dr. David Kossen, Geschäftsführer der Accenture-Stiftung in Kronberg. So könne ein Unternehmen mithilfe eines CSR-Programms über die Mitarbeitermotivation die Produktivität erhöhen, die Mitarbeiterfluktuation deutlich reduzieren und über Training und Teambildung einen Schritt in Richtung Mitarbeiterentwicklung vollziehen. "Wenn all das aus der inneren Haltung eines Unternehmens kommt, wirkt das nach außen vertrauensbildend", so Kossen.

Neue Projekte schaffen

Nachhaltigkeit bewertet Wolfgang Sczygiol als Motor für Innovationen. Der Geschäftsführer der ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH, Fürstenfeldbruck, bezieht das auf die Elektromobilität in der Automobilindustrie. Diverse Allianzen und Kooperationen verfolgten inzwischen den Leichtbau, die E-Mobilität, eine CO2 -Geringfügigkeit sowie Umweltverträglichkeit als Ziele. "Die Konzeptphase ist vorbei. Mit 2013 kommen die deutschen OEMs mit E-Antrieben auf den Markt", sagte Sczygiol. Darin wolle sich ESG über das Erzeugen, Versorgen und Speichern von E-Mobilität als Weltmarktführer etablieren. Nachhaltigkeit bedeute aber auch ein Teilhaben der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg, woraus sich künftig auch neue Berufsbilder herauskristallisierten. Innovations- und Nachhaltigkeitsmanagement konzentriert sich bei der Deutschen Bank AG nach Aussage von Dr. Ottmar Kayser noch auf ökologische, soziale und Governance-Aspekte. Auf der Basis von ISO 14001 habe man sich nach Renovierung der eigenen "Greentowers" für 2013 unter anderem durchschlagende CO2 -Emmissions-, Heizkosten-, Wasserverbrauchsund Stromverbrauchssenkungen zum Ziel gesetzt. Fragen zu nachhaltigen Finanzierungen werden hingegen noch diskutiert. So müsste künftig etwa die Finanzierung von Atomkraftwerken oder gentechnologischen Entwicklungen "individuell und sensibel mit dem Kunden" behandelt werden, sagte der Deputy Head Group Sustainability.

Produktentwicklung analysieren

Nachhaltige Produkte pendeln Professor Herbert Birkhofer zufolge derzeit noch zu häufig zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Eine Studie der TU Darmstadt habe ergeben, dass Verbraucher zwar die Umweltfähigkeit mit 80 Prozent bei der Kaufentscheidung honorieren, die Zahlungsbereitschaft für umweltgerechte Produkte jedoch lediglich mit 15 Prozent. Kundenanforderungen richteten sich demnach an die Funktionalität und Zweckmäßigkeit eines Produkts, weniger an dessen Umweltfreundlichkeit. Eine ganzheitliche ökologische Analyse der Produktentwicklung wirke sich hingegen langfristig und nachhaltig aus. Sie habe beim Einbau einer Stahlblattfeder an der Hinterachse eines Lkw zu einer Werkstoffalternative geführt. Statt einer Stahlfeder von 97 Kilo habe man eine 19 Kilo leichte Feder aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit gleicher Leistungsfähigkeit entwickelt. Bei gleichen Herstellkosten spare man so enorme Betriebskosten. Man müsse den Markt- und Umweltpotenzialen auf die Spur kommen, waren sich die Referenten einig, denn Markt- und Umwelterfolg schließen sich nicht aus. Das Ziel laute deshalb, den "Kunden glücklich machen". Und das, so Birkhofer, "muss man wollen und können".

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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