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28.09.2015

Qualitätsexperten verzweifelt gesucht!

Industrie und Gesellschaft durchlaufen eine Transformation in nie gesehener Geschwindigkeit. Die digitale Revolution macht vor keinem Lebensbereich halt, auch nicht vor dem Berufsbild QM. Aber was wird sich künftig ändern: Das Qualifikationsprofil der Q-Experten oder die Q-Organisation in den Unternehmen?

Hans Weber, Inhaber der Weber Consulting GmbH, referierte vor dem DGQ-RK-München über den Wandel im Qualitätswesen

„Qualitätsexperten werden verzweifelt gesucht!“ Hans Weber, Inhaber der Weber Consulting GmbH, eröffnete mit einer guten Nachricht, um sofort die schlechte nachzuschieben: „Leider entsprechen die meisten Kandidaten nicht den Qualifikationsprofilen der Personalabteilungen.“ Diese suchen den perfekten Qualitäts-Allrounder, eine eierlegende Wollmilchsau.

Der ideale Kandidat sollte sämtliche Q-Methoden beherrschen, die Standards bis ins Detail kennen und dazu noch QM-Systeme aufbauen und pflegen. Was die Personaler dabei übersehen ist, dass hier völlig unterschiedliche Menschentypen und Charaktere in ein Anforderungsprofil gepresst werden, so Weber.

Den Qualitäts-Allrounder gibt es nicht

In der Psychologie wird das DISC-Modell genutzt, um ein Persönlichkeitsprofil von Menschen anzulegen. Auch Weber bezieht sich auf diese Typologie, wenn er die unterschiedlichen Anforderungen im Qualitätswesen bestimmten persönlichen Eigenschaften zuordnet. So kommt es in der Qualitätssicherung auf Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, Systematik und ähnliches an. Diese Eigenschaften entsprechen dem (S)ubmission-(C)ompliance-Typus.

Ganz anders der Menschenschlag, der für Positionen im Qualitätsmanagement gesucht wird. Dieser sollte kommunikativ, impulsiv und sogar dominant sein, damit er die Mitarbeiter von der Notwendigkeit eines QM-Systems im Unternehmen überzeugen kann. „Dieser Typ denkt: Was ich sage, ist Fakt!“ bringt es Weber auf den Punkt. Dieser (D)ominance-(I)nducement-(C)ompliance-Typus wäre allerdings niemals in der Lage, mit Geduld und Akribie etwa einen Test durchzuführen.

Die Organisation ändern, statt Mitarbeiter austauschen

Die Aufgaben im Qualitätsbereich sind äußerst vielfältig und verlangen tatsächlich die Fähigkeiten ganz unterschiedlicher Charaktere, so das Fazit von Weber. Und wenn man nicht den Idealtypen eines Qualitätsmanagers findet (weil es diesen nicht geben kann), so sollte man einen neuen Weg einschlagen. Weber rät Unternehmen dazu, ihre Organisation zu ändern, statt die Mitarbeiter! Dieser Ansatz klingt zunächst radikal, scheint aber zu funktionieren.

Weber berichtet von Unternehmen, die er davon überzeugen konnte, diesem Ansatz zu folgen. Dort wurden die QM- und QS-Abteilungen aufgelöst und stattdessen reine Organisationsabteilungen gegründet. In diesen arbeiten die Menschen vorwiegend an der ständigen Verbesserung der Strukturen im Unternehmen. Und dies entspricht einem Grundgedanken des Total Quality Management, dem KVP.

Den Teilnehmern des Münchner Regionalkreises gab Weber mit auf den Weg: „Machen Sie sich bewusst, dass Sie Führungskraft sind – nicht Edel-Sachbearbeiter!“

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

DGQ-Regionalkreis München: DGQ-RK-München

2 Kommentare
  • 07.10.2015 von Unverbindlichkeit statt Verantwortung

    Die strukturelle wie ebenso terminologische Aufweichung sowie Abwertung der ISO 9001 durch die ebenso unsägliche wie unnötige Revision 2015 wird dem dilettantischen QM-Gelaber subalterner Opportunisten künftig noch stärker den Boden bereiten. Auf diese Weise wird der Begriff "Qualität" in der Praxis zu einem zunehmend mit der Realität kontrastierenden und anrüchigen Euphemismus herabgewürdigt werden (s. VW-Skandal).

  • 03.10.2015 von Ringeltaube

    Also ich scheine da viel Glück gehabt zu haben. Als ich damals im Unternehmen anfing, waren wir verpflichtet, ein Labor aufzubauen. Ich habe das komplett eigenverantwortlich machen dürfen. Einzige Frage war: Was brauchen Sie? Und auch jetzt ist es immer noch so, dass ich mich hauptsächlich um die Verbesserung der Prozesse kümmere. Akribisch Normen einhalten? Nö, ich genieße das Vertrauen meines Chefs und ich habe immer noch gute Ideen, um das System noch besser zu machen.

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