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21.01.2019

Patientensicherheit - ein Merkmal für Qualität im Gesundheitssektor?

Die Forderungen des "Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V." (APS) beinhalten unter anderem hauptamtliche Patientensicherheitsbeauftragte und -fachkräfte, verbesserte Hygienerichtlinien und Patientensicherheit als Thema in der Aus- und Weiterbildung.

Während etwa 90 bis 95 Prozent aller Krankenhausbehandlungen ohne Zwischenfälle verlaufen, treten jährlich in 400.000 bis 800.000 Fällen vermeidbare "unerwünschten Ereignisse" auf, wie beispielsweise Druckgeschwüre oder Fehldiagnosen. Vermeidbar wäre demnach jeder zwanzigste Sterbefall.

Was sind die Gründe für Defizite?

Bisher ist Patientensicherheit oft ein Kostenfaktor. Doch die Branche sollte bei der finanziellen Ressourcenverteilung den möglichen Erfolg hinter einer verbesserten Patientensicherheit sehen. Der Appell des APS ist eindeutig: Mit vereinzelten, isolierten Maßnahmen kann keine nachhaltige und sichere Patientenbehandlung gewährleistet werden. Das Thema muss neu gedacht werden und alle Strukturen des Gesundheitswesens durchdringen.

Das APS setzt den Schwerpunkt vor allem auch auf eine konzeptionelle Neuentwicklung des Begriffs "Patientensicherheit". So geht es längst nicht mehr um die individuelle Schuldfrage bei einem Fehler, sondern "the system is to blame". Allerdings greift es zu kurz, das Gesundheitssystem zur Verantwortung zu ziehen. Denn die Komplexität dieses Systems verlangsamt Veränderungen und verhindert sie zum Teil sogar.

Ist das Gesundheitswesen änderungsresistent?

Das APS charakterisiert das Gesundheitssystem als eine sogenannte "Expertenorganisation", eine Organisationsform mit vielen unabhängigen Mitgliedern und einer Abneigung gegen Managementsysteme. Externe Prozessveränderungen oder Strukturinnovationen finden häufig keinen Anklang. Deshalb muss eine Wahrnehmung dieser änderungsresistenten Struktur stimuliert werden.

Patientensicherheit sollte daher als Eigenschaft und Handlungsfähigkeit gesehen werden und weniger als eine "andere Philosophie" oder "ein Befolgen anderer Regeln". Ziel sollte es sein, die Sicherheit aller Patienten durch aktives Handeln zu erhöhen. Gleichzeitig sollte die Patientenperspektive eingenommen werden, um ein zeitgemäßes Verständnis des Begriffs "Patientensicherheit" voranzutreiben.

Was bedeutet das für QM im Gesundheitswesen?

Bereits DIN EN 15224 behandelte das Thema Risikomanagement und Patientensicherheit als Schwerpunkt. Allerdings steht dabei die Zufriedenstellung des Kunden – also des Patienten – im Mittelpunkt. Der Wunsch nach einem größeren Augenmerk auf die Patientenperspektive ist damit nicht unbedingt gemeint.

Ein etabliertes QM nach DIN EN 15224 oder ISO 9001 ist im Gesundheitswesen mittlerweile verbreitet. Allerdings reicht es selten weit genug, um die Patientensicherheit nach einem modernen Verständnis abzudecken. Um sie zu verbessern, wäre es ein Anfang, sie auch als Merkmal von Qualität weiterzuentwickeln.

Die DGQ bildet Qualitätsfachkräfte und Qualitätsbeauftragte in einem zweiteiligen Lehrgang aus.

DGQ

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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