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02.07.2012

Kosten sparen, Liquidität steigern, Marktanteil stabilisieren

Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Das Forum "Energiemanagement nach ISO 50001" gab den 100 Teilnehmern konkrete Tipps zur Reduzierung ihrer Energiekosten

Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten steht das Thema Energieeffizienz vor allem in stromintensiven Industrien weit oben auf der Agenda. Nachhaltiges Wirtschaften auf der Grundlage zertifizierter Managementsysteme führt in Unternehmen zu besseren Umweltbilanzen, aber auch zu spürbaren betriebswirtschaftlichen Vorteilen, etwa durch Kostensenkung, Liquiditätssteigerung oder Stabilisierung von Marktanteilen.

Christoph Graser von der Siemens AG erläuterte, welche Anforderungen ein normkonformes Energiemanagement stellt

Ziel des aktuellen DGQ-DIN-DQS-Forums "Energiemanagement nach ISO 50001" am 24. April in Kassel war es nach den Worten von DGQ-Moderatorin Claudia Nauta, den 100 Teilnehmern Anregungen zu geben, um ihre energetische Unternehmenssituation zu verbessern, die gesetzlichen Anforderungen zu beachten und damit ihre Energiekosten zu reduzieren. Experten schilderten zu diesem Zweck die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, zeigten die energiepolitischen Hintergründe auf und stellten ein Praxisbeispiel vor.

DIN EN ISO 50001 beinhaltet das Aufsetzen eines Energieplanungsprozesses, das Auflisten von Energiezielen und Aktionsplänen, das detaillierte Erfassen der Energieströme im Unternehmen sowie geeignete Überwachungsmechanismen als Basis einer verbesserten energiebezogenen Leistung. Normkonformes Energiemanagement bedeutet Christoph Graser zufolge eine systematische Identifikation und Hebung von Potenzialen in den Fertigungsprozessen, der Produktinnovation und in den Verhaltensweisen. "Eine Energy Performance beinhaltet messbare Ergebnisse bezüglich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch", so der Fachmann aus dem Energy Sector der Siemens Fossil Power Generation Division. Liegen solche Kennzahlen vor, kann ein Unternehmen Audits wesentlich besser nutzen.

Ein Energie-Audit hat mehr Potenzial, als nur der Zertifizierung zu genügen, meinte Tarik Beganovic von der DQS

"Das Energie-Audit geht intensiv auf die quantitativen Merkmale der Norm ein und hat mehr Potenzial, als nur der Zertifizierung zu genügen", meinte Tarik Beganovic, Produktmanager Energiemanagement der DQS GmbH. Sven-Joachim Otto wies jedoch darauf hin, dass bezüglich der Energiewende in Deutschland die Unternehmen unter Zugzwang ständen. "Es ändert sich etwas, weil der Gesetzgeber jetzt ernst macht", sagte der Partner der PricewaterhouseCoopers AG, Düsseldorf. So verfolge die Bundesregierung die energiepolitischen Ziele der EU zwar als "ehrgeiziger Musterschüler" mit einem Energiekonzept, dem Energiewendepaket, dem 2. Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In der Unternehmensrealität gehe es jedoch um Einsparpotenziale. "Als Chef werden Sie dafür bezahlt, Energiekosten einzusparen, nicht aber Energie", sagte der Jurist und verwies auf erhebliche Einsparpotenziale über eine EEG-Umlagereduzierung.

Laut Stefan Krakowka, Referatsleiter im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), hat der Gesetzgeber bezüglich der "Besonderen Ausgleichsregelung" nach Paragraf 40 ff. EEG inzwischen Änderungen bei den Einstiegsgrößen der Stromkosten vorgenommen, sodass künftig mit einem besonders hohen Antragseingang auch von KMU zu rechnen sei. Wichtig bei der Antragstellung seien komplette Pflichtunterlagen mit Stromrechnungen, Stromlieferverträgen und Bescheinigungen über die Errichtung und Änderung von Wärmepumpen (WP-Bescheinigungen). Als künftige Zertifizierungsanforderung seien dann nur noch Managementsysteme nach EMAS und ISO 50001 nutzbar.

Dr. Sven-Joachim Otto von PricewaterhouseCoopers wies auf erhebliche Einsparpotenziale über eine EEG-Umlagereduzierung hin

Dass sich Energiemanagement lohnt, belegt die Bayer MaterialScience AG. Laut Dr. Felix Hanisch, Prozessleittechniker Integrated Global Management System, ist die Implementierung und Zertifizierung von Energiemanagement in ein integriertes Managementsystem gelungen. Damit verzeichnet das Unternehmen bisher eine knapp zehnprozentige Energieeffizienzsteigerung. Die Einsparungen betrugen 170 000 Tonnen CO2, 585 000 Megawattstunden und 35 Millionen Euro. Das Projekt wurde mit der Vorgabe bewilligt, dass es sich selbst trägt und zu Einsparungen führt, die von unabhängigen Begutachtern bestätigt wurden.

Ein weiteres Energiemanagement-Forum ist für den 25. September in Berlin geplant.

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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