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25.04.2012

Jugendhilfe nutzt Freiheitsgrade der Norm

Elbe-Weser

Noch ist es für eine Jugendhilfeeinrichtung ungewöhnlich, ein QM-System nach ISO 9001 aufzubauen. Dem Lindenhof Hude und drei weiteren diakonischen Einrichtungen in Nordwestniedersachsen ist dies gelungen. Strategische Entscheidungen standen dabei im Vordergrund.

Im Lindenhof arbeiten 22 Fachkräfte mit 50 Klienten in zehn Betreuungssystemen. Die 24/7- Arbeit in den stationären, teilstationären oder ambulanten Gruppen ist oft von der Ausbildung des einzelnen Betreuers und seinen Erfahrungen geprägt. "Auf der Suche nach einem Konzept für mehr Gewissheit über die Anforderungserfüllungen gegenüber den Stakeholdern, für Argumente in Entgeltverhandlungen, aber auch für interorganisationelles Lernen und Arbeiten mit höherer Zufriedenheit für die Mitarbeiter bin ich auf die ISO 9001 gestoßen", sagt Holger Knoop, Leiter und Prokurist des Lindenhofs. Wirtschaftlichkeit, Transparenz, Monitoring und Innovation bezeichnet er als die Leitsäulen im Wettbewerb um knapper werdende Staatsmittel und Fachkräfte. Als Werkzeuge seiner Einrichtung nennt er eine gemeinsame Qualitätspolitik und eine einheitliche Prozesslandschaft, ein einheitlich gegliedertes QM-Handbuch, gemeinsame Befragungssysteme und einen Marken-Lizenzvertrag. Auf dieser Basis entwickelte sich der "Qualitätsverbund Jugendhilfe der Diakonie" innerhalb von drei Jahren zur Zertifizierungsreife. Erfolgsfaktoren sind die zentrale Koordination durch eine QM-Steuerungsgruppe, der systematische Erfahrungsaustausch, Zahlenvergleiche und ein gemeinsamer QM-Auftritt im Internet.

RK-Leiter Volker Landscheidt (r.) und Stellvertreterin Gesine Cyl mit dem Leiter des Lindenhofs Hude, Holger Knoop

Waren es zu Beginn die knappen Ressourcen, die nötige Fleißarbeit in der Prozessaufnahme und der Kampf gegen Vorurteile, so bildet heute die geringe Leistungsanerkennung durch die Jugendämter den Wermutstropfen für die Mitarbeiter. Dennoch: Vorangebracht hat die Arbeit ein Konzept, das Folgendes vereint: gemeinsame Qualitätsveranstaltungen, kollegialer Austausch und kollegiales Lernen, klar geregelte und dokumentierte Abläufe, gestiegene Handlungssicherheit, Zufriedenheit der Mitarbeiter, Prozessoptimierungen, gemeinsame Projekte und Leistungsangebote im Unternehmensverbund. Die Professionalisierung der Hilfen, Fort- und Weiterbildungen sowie praktiziertes Wissensmanagement runden das Bild ab. Für die Zukunft hat man folgende Punkte auf die Agenda gesetzt:

  • Entwicklung gemeinsamer Entgeltstrategien,
  • Strukturen der Leistungs- und Qualitätsbeschreibungen,
  • EDV-Strategien,
  • Fort- und Weiterbildungen,
  • Qualitätsberichterstattungen sowie
  • gemeinsame strukturelle Expertenstandards.

Dazu sagt Kai-Uwe Behrends, Leiter der Landesgeschäftsstelle Nord: "Dieser Ansatz verspricht Erfolg. Als Vertreter der Deutschen Fachgesellschaft für Qualitätsmanagement freut es mich zu sehen, dass es Träger gibt, die nicht blind in die Abhängigkeit von Anbietern hochspezifischer Ansätze laufen, sondern sich die Freiheitsgrade der ISO 9001 erarbeiten." Wie bei körperlicher Fitness, brauche auch Unternehmensfitness ein individuelles Konzept, etwas Anstrengung – und manchmal einen Trainer.

Leiter des Regionalkreises:
Volker Landscheidt
Doyma GmbH & Co.
Industriestr. 43–57
28876 Oyten
T 04207 9166-180

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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