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03.09.2012

Ein Windrad neben dem Rathaus?

Vor der Energiewende

Vor dem Hintergrund der Energiewende müssen sich aktuell die Energieversorger neuen Herausforderungen stellen. Denn im Jahr 2022 sollen die Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen.

Über Möglichkeiten der Stromversorgung mit erneuerbarer Energie diskutierte der Vorstandsvorsitzende des regionalen Energieversorgers GGEW AG, Bensheim, Dr. Peter Müller, mit den Teilnehmern des Unternehmerabends der DGQ Beratung am 6. Juli 2012 im Frankfurter Presse Club.

Die Bruttostromversorgung in Deutschland durch die rund 800 Anbieter erfolgte 2011 zu 25 Prozent über Braunkohle, zu 10 Prozent über Steinkohle, zu 18 Prozent über Kernenergie, zu 14 Prozent über Erdgas und zu 20 Prozent über erneuerbare Energien. Bei den erneuerbaren Energien hat die Windkraft mit acht Prozent den größten Anteil, gefolgt von Biomasse mit fünf, Wasser und Photovoltaik mit jeweils drei und biogenem Hausmüll mit einem Prozent. Die derzeitige Versorgungslage mit rund 100 000 bestehenden Windrädern und einer Million Photovoltaik-Anlagen bezeichnete Müller "als noch längst nicht ausreichend".

Um den beschlossenen Atomausstieg mit erneuerbaren Energien aufzufangen, seien mindestens eine Million Windräder und zehn Millionen PhotovoltaikAnlagen erforderlich. Da bis 2050 etwa 80 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen sollen, müsse das Schwergewicht auf deren Erzeugung liegen. "Photovoltaik ist zu teuer, und im Gegensatz zu anderen Anbietern werden wir uns nicht am Bau von Gaswerken beteiligen, da sie auf einen Zeitraum von 40 Jahren kalkuliert werden müssen", so der GGEW-Chef. Windräder seien zwar auch teuer – rund 5 Millionen Euro pro Stück – und hätten maximal 1300 Laufstunden pro Jahr gegenüber einer Jahreskapazität von 8760 Laufstunden der Fossil- und Kernenergie. Dennoch könnten sie sich langfristig als lukrativ und nachhaltig erweisen. Vor allem komme es darauf an, den richtigen Standort zu finden. "Oder wollen Sie vielleicht ein Windrad neben dem Rathaus stehen haben?", fragte Müller ironisch.

Gute Chancen räumte er der Offshore-Windkraft ein. Dazu müsse allerdings erhebliches Investitionskapital und eine hohe Investitionsbereitschaft vorliegen, da allein ein bundesweites Leitungs- und Kabelverteilnetz enorme Kosten verursache. Positive Vorreiter solcher Projekte sah Müller vor der dänischen, schwedischen und schottischen Küste. Dem ersten deutschen kommerziellen Offshore-Windpark begegnet der GGEW-Vorstandsvorsitzende noch skeptisch. Im Gegensatz zu den drei anderen Windparks liegt der deutsche etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum. Dort sollen 80 Windkrafträder auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern eine Gesamtleistung von 400 Megawatt erzeugen. 30 Räder sind bereits in einer Wassertiefe von 40 Metern installiert und liefern seit 2010 Strom.

Als Geschäftsführer der DGQ Beratung hinterfragte Dr. Stefan Kloos die Rentabilität eines solchen Projekts, da bei Ausfall eines Windrads umgehend ein Spezialschiff zur Schadensbehebung zum Tagespreis von rund 300 000 Euro auslaufen müsse. "Bisher absolut unrentabel", erwiderte Müller, zumal auch beim Errichten der Windräder Spezialschiffe benötigt würden. Denn allein die Gondel eines Windrads wiege 280 Tonnen: "Das entspricht dem Gewicht von mehr als 100 VW Touaregs."

Insgesamt unterstützen Müller und die GGEW die Ziele des Energiekonzepts der Bundesregierung bis 2050. Danach sollen erneuerbare Energien zur tragenden Säule der Energieversorgung werden, und ihr Anteil an der Stromversorgung soll 2050 wenigstens 80 Prozent betragen. Des Weiteren sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent, bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduziert werden, der Primärenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2008 zurückgehen und der Stromverbrauch um 25 Prozent gegenüber 2008 gemindert werden.

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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