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05.11.2013

DGQ sieht „Made in Germany“ bedroht

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) warnt: Das Gütesiegel „Made in Germany“ muss unangetastet bleiben. Es gilt als das drittwertvollste Ländersiegel der Welt. Durch die geplante EU-Herkunftskennzeichnung sieht die DGQ das Siegel bedroht.

Die DGQ sieht die Premiumposition deutscher Unternehmen in Gefahr: Die aktuellen Bemühungen der EU-Kommission, die Kennzeichnungsregeln für die Herkunft eines Produktes zu ändern, können laut DGQ einen immensen Schaden für die deutsche Wirtschaft bedeuten. In fünf Thesen wird diese Einschätzung zusammengefasst:

• „Made in Germany“ ist keine reine Herkunftsbezeichnung. Mit dem Gütesiegel verbinden Verbraucher und Geschäftskunden nachhaltig gute Qualität, Sicherheit und einen hohen technischen Standard. Der reine Fokus auf den Herstellungsort würde Kauf-Faktoren, die bisher mit Produkten „Made in Germany“ verbunden wurden, relativieren – die Verbraucher verlieren das Vertrauen in Made in Germany.

• Viele Produkte wie Kleidung, Automobile oder Elektronik-Artikel werden heute in unterschiedlichen Ländern produziert. Eine Herkunftskennzeichnung, die sich an Zollvorschriften orientiert, greift zu kurz. Hieraus kann sich der Verbraucher keine Schlüsse in Bezug auf Sicherheits- oder Qualitätsmerkmale beziehungsweise auf die Produktverantwortung ziehen. Eine Herkunftsangabe ist dann speziell für den Verbraucher nichtssagend.

• Eine Reglementierung von Herkunftskennzeichnungen würde zu erheblich mehr Bürokratie führen. Denn bei Produktionsstandorten im Ausland oder Kooperationen mit externen Zulieferern wäre die Klärung, welches Land als Ursprungsort zu definieren ist, sehr aufwendig. Das kostet Zeit und Geld, was gerade der Mittelstand zu spüren bekommen wird. Die möglichen Folgen: Unternehmen müssen die Belastungen an anderer Stelle ausgleichen und Kosten sparen – indem Preise erhöht, an der Qualität oder im schlimmsten Fall beim Personal gespart wird.

• Das geplante EU-Herkunftsreglement könnte dazu führen, dass sich Handelspartner außerhalb der EU diskriminiert fühlen und ihre eigenen Importbedingungen zu Ungunsten deutscher Exporteure ändern. Dies erschwert es europäischen Produkten, auf den Markt von Drittstaaten zu gelangen.

• „Made in Germany“ gilt im in- und ausländischen Markt grundsätzlich als Qualitätssiegel. Gerade für Mittelständler, die in Drittstaaten nicht so bekannt sind, wird die EU-Reglementierung schaden. Denn: Made in Germany ist ein Verkaufsargument und bietet Orientierung zugunsten Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Dies könnte Umsatzeinbußen und wirtschaftlichen Schäden für deutsche Unternehmen zur Folge haben.

Herkunftsland alleine nicht maßgeblich

Die Frage nach dem Herkunftsland mit dem wertschöpfungsmäßig größten Produktionsanteil, der dann aus zolltechnischer Sicht maßgebend für die Bezeichnung „Made in Germany“ wäre, ist aus Sicht der DGQ von untergeordneter Bedeutung. Stattdessen geht es darum, die spezifisch deutsche Qualitätskultur hinter „Made in Germany“ erfolgreich in die weltweiten Produktionsketten deutscher Unternehmen zu übertragen.

„Als Faustregel gilt, dass neben der Endproduktion eines Herstellprozesses auch die Verantwortung für ein Produkt oder eine Dienstleistung in Deutschland liegt. Zur Produktverantwortung zählen neben der Konzeption und der Produktfreigabe für den Markt vor allem die Entwicklung und das Design, welche die Qualität eines Produktes im Sinne von Verbrauchertauglichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit beeinflussen“, sagt DGQ-Präsident Dr. Jürgen Varwig. Entscheidend für die Bezeichnung ‚Made in Germany‘ sei der geographische Ursprungsort der Herstellung der Produkte, nicht aber der Sitz des Unternehmens.

Global Market Insite beziffert den Wert von „Made in Germany“ auf 3836 Milliarden Euro. Dieser spiegelt sich auch in der Haltung der Verbraucher zum Gütesiegel wider: Rund 70 Prozent der Deutschen vertrauen auf das Label, da es in ihren Augen für hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards steht.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ)
www.dgq.de

Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ)
Rolf Henning
Tel 069 95424-170
rh@dgq.de

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



5 Kommentare
  • 09.11.2013 von Verzicht auf "Made in Germany" - Nachteile?

    Im gewissen Sinne schon, denn es wird den verschiedenen exotischen Ländern einen Anlass geben, noch intensiver zu kopieren. Der Bezug zu Herkunft kann nur auf diese Art, wie Herr Möller eben vorgeschlagen hat, beibehalten werden. Aber in meiner bodenlosen Naivität eines Otto-Normalverbraucher dachte ich, dass Deutschland sich im entsprechenden Gremium der EU-Entscheider ohne Mühe mit "Made in Germany" durchsetzen kann. Wenn nicht - dann stellt sich die Frage, wie diese Versager in Brüssel unser Land vertreten - wenn überhaupt! Ich bin enttäuscht - nicht zum ersten Mal übrigens.

  • 08.11.2013 von Made in Germany

    Beide Kommentare vor mir kann ich nur unterstreichen.
    Bei derartiger Kennzeichnung werden sicher mehr deutsche Hersteller darauf achten, ihre Produkte mit " Made in Germany " Qualität in den Markt zu bringen.

  • 08.11.2013 von Made in Germany

    Ich halte das Vorhaben der EU-Kommission für richtig. Was auf der Verpackung draufsteht soll auch drin sein. "Made in Germany" heißt, dass ein Produkt in Deutschland hergestellt wurde und nicht anderswo.

  • 08.11.2013 von Made in Germany

    Im Gegenteil, kann das ein Wettbewerbsvorteil für diejenigen sein, die noch wirklich "Made in Germany" fertigen und nicht nur noch ein paar Schrauben in Deutschland einsetzen. Es gibt ja auch ehrliche Firmen,die solche Produkte z.B. mit German Design und Engineering kennzeichnen.

  • 08.11.2013 von Aufwertung des Deutschen Qaulitätssiegels

    Wenn die geschilderten Pläne der EU zur schärfen Regelung der Auszeichnung "Made in Germany" kommen, muss dies nicht zwangsweise ein Nachteil sein. Vielmehr bekommen die Kunden echte Orientierung und jene Unternehmen profitieren, deren Wertschöpfung tatsächlich schwerpunktmäßig in Deutschland liegt. Und wenn alles nichts hilft, bleibt ja noch der erfolgreiche Weg von Apple: "Designed by Apple in California. Assembled in China."

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