nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
05.12.2019

DGQ-Brennpunkt: Qualität in der Pflege

„Pflege im Umbruch – bleibt die Qualität auf der Strecke?“ Diese Frage stellte die Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) bei ihrem DGQ-Brennpunkt am 3. Dezember 2019 in Berlin.

Namhafte Referenten aus dem Pflegebereich beleuchteten in Vorträgen und interaktiven Workshops das Thema Pflegequalität aus verschiedenen Blickwinkeln. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, des akuten Fachkräftemangels, aber auch technologischer Entwicklungen wurde das Thema kontrovers diskutiert.

„Die Pflege befindet sich im Umbruch. Es stellt sich die Frage, ob die Bemühungen zur Optimierung des bestehenden Systems zukünftig noch ausreichen. Die DGQ möchte mit diesem Brennpunkt den verschiedenen Akteuren des Pflegesystems eine neutrale Plattform für den Erfahrungsaustausch und neue Denkimpulse bieten“, erläuterte DGQ-Präsident Udo Hansen die Zielrichtung der Veranstaltung. „Dabei möchten wir gerne die integrierende Sicht der Qualität einbringen, die insbesondere die spezifischen Anforderungen der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen berücksichtigt.“

Der neue Pflege-TÜV – eine Bestandsaufnahme

Den Auftakt des Vortragsprogramms bildete ein Beitrag von Prof. Dr. Klaus Wingenfeld, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW). Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit hat er das neue Verfahren zur Qualitätsbeurteilung und -darstellung (Pflege-TÜV) in der Langzeitpflege maßgeblich mitgestaltet. In seinem Vortrag zeichnete er die bisherige Entwicklung nach und erläuterte die Grundzüge der neuen Qualitätsprüfung. Dabei unterstrich er auch die große Bedeutung einer kontinuierlichen internen Qualitätssicherung in den Pflegeeinrichtungen. Externe Prüfungen seien wichtig, aber Ziel des neuen Ansatzes sei ausdrücklich, Fachlichkeit und die Sicherung der Pflegequalität in den Einrichtungen selbst zu stärken.

Im Anschluss berichtete Dr. Andrea Bronner, Geschäftsführerin der Vamed GmbH, über „Personaleinsatz im Kontext der Budgetierung, Technisierung und Digitalisierung“. Sie nannte Themen, die Entscheider in Pflegeeinrichtungen derzeit umtreiben: Kostendruck, Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern, eine bedarfsgerechte Qualifizierung sowie die mangelnde Attraktivität des Berufsfeldes. Dabei wies Bronner auch auf das Potenzial der Digitalisierung hin: Die intelligente Vernetzung von Technik und Daten könne das Pflegepersonal deutlich entlasten.

Kritik am neuen Pflege-TÜV

Mit Dr. Manfred Stegger trat ein Kritiker des Pflege-TÜVs an. Dem Geschäftsführer der Bundesinteressenvertretung für alte und von Pflege betroffene Menschen (BIVA-Pflegeschutzbund) geht der überarbeitete Ansatz nicht weit genug. So seien die Indikatoren zur Bewertung zwar pflegewissenschaftlich begründet, jedoch nicht ausreichend an den Betroffenen orientiert. Zudem fehle es an Sanktionen für Einrichtungen, wenn die Pflegeergebnisse schlecht sind. Die Stimme der pflegebedürftigen Menschen sei in dem Prozess nicht hinreichend berücksichtigt worden. Letztlich, so Stegger, muss Qualität zwischen gesellschaftlichen Gruppen ausgehandelt werden und darf nicht nur Sache der Selbstverwaltung und der Wissenschaft sein.

QM im Gesundheits- und Sozialwesen

Danach brachte Dr. Benedikt Sommerhoff, Leiter Themenmanagement bei der DGQ, einen externen Blick in die Diskussion um die Pflegequalität ein. Er legte dar, dass und warum sich das Qualitätsmanagement im Gesundheits- und Sozialwesen mit Wirksamkeits- und Akzeptanzdefiziten auseinandersetzen muss. Der Pflegesektor benötigt laut Sommerhoff neue Qualitätssicherungsansätze. Dazu gehört auch mehr Spielraum für das Einbringen von Kompetenz und Erfahrung der Pflegekräfte im Rahmen einer viel stärker in die Pflege integrierten Qualitätssicherung.

Nach dem Vortragsprogramm hatten die Teilnehmer am Nachmittag die Wahl zwischen drei Workshops, die sich jeweils aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Thema Pflegequalität beschäftigten.

DGQ

Weiterführende Information
  • 19.11.2019

    Qualität in der Pflege – es gibt noch viel zu tun!

    Anfang Oktober startete ein neues Verfahren zur Qualitätssicherung und -darstellung für Pflegeheime, im kommenden Jahr sollen die ambulanten Dienste folgen. Auch die DGQ hat „Gesundheit und Pflege“ als eines ihrer Fokusthemen definiert.   mehr

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



QZ Online-Archiv-Zugang für DGQ-Mitglieder

Bestellen Sie Ihren Zugang für das komplette Onlinearchiv der QZ - Qualität und Zuverlässigkeit für 12 Monate.

Online-Zugang bestellen

DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!