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30.10.2012

Das eigene Verhalten reflektieren und üben

Expertenrunde zu den neuen DGQ-Moderationstrainings

Mit ihren acht neuen Produkten zur Persönlichkeitsentwicklung richtet sich die DGQ Weiterbildung GmbH – ähnlich wie mit dem neuen Konzept "QM Executive" – unter der Rubrik "Methoden & Kompetenzen" an Qualitätsassistenten, Managementbeauftragte und Manager (www.dgq.de/weiterbildung/methoden-kompetenzen.htm), eine Zielgruppe von Fach- und Führungskräften also, bei der man eigentlich die erforderlichen Kompetenzen voraussetzt. Die Redaktion sprach mit den drei DGQ-Trainern Susanne Völker, Jörg Weißmantel und Chantal Hitti-Otterstedde über die Hintergründe und den Nutzen dieses Trainings.

QZ Was sind in puncto Kommunikation typische Themen, an denen Mitarbeiter und Vorgesetzte noch einiges an Potenzial entwickeln können?

Weißmantel Ein zentrales Thema ist aktuell das "typ- und bedürfnisorientierte Führen". Es zielt auf einen authentischen, mitarbeiterbezogenen und bedürfnisorientierten Führungsstil ab. Das Arbeiten mit Kreativitätsmethoden im Projekt und Team sowie im Konfliktmanagement halte ich für wichtig. Darin gilt es, gewohnte Denkpfade zu verlassen, um neue Ideen, bessere Lösungen zu entwickeln. Themen wie Konfliktmanagement und Teamentwicklung nehmen in den Unternehmen zu, da häufig die Zeit für kontinuierliche Kommunikation fehlt und dadurch schnell Konflikte verursacht werden.

Otterstedde Kommunizieren kann immer eine Quelle von Missverständnissen sein, die zu Reibungs- und Leistungsverlusten führen. Aus Mitarbeitersicht reicht das Potenzial vom Mitarbeitergespräch über das Feedback bis hin zu eindeutigen Aufgabenanweisungen und Delegationsprozessen. Aus Vorgesetztensicht ist es vor allem die Reflexion des eigenen Kommunikationsstils in der Rolle als Führungskraft.

Die Kommunikationstrainer Chantal Hitti-Otterstedde, Susanne Völker und Jörg Weißmantel (v.l.) im Gespräch mit der Redaktion

Die Kommunikationstrainer Chantal Hitti-Otterstedde, Susanne Völker und Jörg Weißmantel (v.l.) im Gespräch mit der Redaktion

Völker Um unter hohem Erwartungsdruck und divergierenden Anforderungen noch ein Gefühl von Selbstbestimmung zu erleben, suchen Führungskräfte nach Möglichkeiten, wie sie aus eigener Initiative etwas bewegen können. Auch im Bereich Kooperation liegt noch viel Potenzial brach. Denn viele Menschen tun sich noch immer schwer, unvoreingenommen auf Kollegen anderer Fachrichtungen zuzugehen, Interesse zu zeigen und im Zweifelsfall nachzufragen. Ein solches Selbstvertrauen ist aber eine Voraussetzung für Kooperation, die im flexiblen Arbeiten gefordert wird.

QZ Bedeutet das, dass die Kommunikation zwischen Qualitätsprofis und beispielsweise Betriebswirten, Finanzexperten oder Marketern in den Unternehmen noch nicht auf Augenhöhe stattfindet und jede Gruppe im eigenen Fachjargon kommuniziert?

Weißmantel Ja, das ist immer noch häufig so. Leider wird das eigene Know-how oft verwendet, um nicht nur auf der Sachebene zu überzeugen, sondern um sich auf einer reinen Beziehungsebene eine vorteilhaftere Position zu verschaffen. Sache und Beziehung werden dabei häufig vermischt. Kommunikation unter Experten bedeutet aber auch, die verschiedenen Ebenen der Kommunikation zu beachten, um die eigene Kommunikation nachvollziehbar zu gestalten.

Völker Etwas als Fachjargon zu bezeichnen, halte ich vor allem für eine Ausrede, um sich nicht weiter mit einem Thema zu befassen. Will ich wirklich mit einem Experten zusammenarbeiten, darf ich mich nicht abschrecken lassen und muss ihn so lange fragen, bis ich ihn verstanden habe. Hier sind Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung gefragt! Beides wollen wir mit dem neuen Produkt stärken.

Otterstedde Jede Gruppe pflegt ihre eigene Sprache. Sperrig wird es, sobald Sprachunkundige in den Dialog eintreten. Wer sich im aktiven Zuhören übt und den kontrollierten Dialog beherrscht, kann erfolgreich absichern, auf Augenhöhe mit Kollegen anderer Branchen kommunizieren und zielführend zusammenarbeiten.

QZ Sogenannte Soft Skills werden oft als überflüssig betrachtet. Warum ist es Ihrer Einschätzung nach so wichtig, sich auch mit Themen wie Moderation, Präsentieren und Visualisieren auseinanderzusetzen?

Otterstedde Moderation ist das erfolgreiche Zusammenführen von Meinungen zu einer
gemeinsamen Vorgehensweise. Nur wer zielgruppenorientiert präsentieren und visualisieren kann, erreicht mit seiner Botschaft die gewünschte Wirkung. Ohne diese Fertigkeiten entstehen kein Commitment und kein Verständnis oder gar Einverständnis unter den Mitarbeitern.

Völker Fragen Sie mal eine Führungskraft, wie viel Prozent ihrer Arbeitszeit sie in Sitzungen verbringt! Addiert man die Stundensätze der Beteiligten, kommt eine erquickliche Summe zusammen. Dabei wünscht sich jeder, dass Besprechungen zielorientiert, effizient und effektiv verlaufen. Vor allem mit verbindlichen Ergebnissen. An diese Messlatte aber reichen die meisten Besprechungen nicht heran. Um die Qualität von Sitzungen zu verbessern, muss man oft an vielen Schrauben drehen. Hier spielt dann die sozial-kommunikative Kompetenz eine große Rolle, also kommunikativ und kooperativ selbstorganisiert zu handeln, sich mit anderen kreativ auseinanderzusetzen, sich gruppenorientiert zu verhalten und neue Aufgaben und Ziele zu entwickeln.

Weißmantel Nicht die Inhalte auf der Sachebene überzeugen mein Gegenüber, sondern vielmehr die Art und Weise, wie ich das Spektrum vermittle. Die professionelle Nutzung von Präsentations-, Moderations- oder Gesprächsführungstools verhilft allen Seiten zu mehr Motivation und Überzeugung. Körpersprache, Kontakt zu den Zuhörern sowie authentischer und professioneller Umgang mit Medien bestimmen Zielerreichung und Erfolg im geschäftlichen Alltag.

QZ Welche Praxiserfahrungen zu diesem Themenkreis haben Sie als Trainer in den Unternehmen bisher gemacht?

Völker Im DGQ-Lehrgangsblock QA leite ich die zweitägige Veranstaltung "Kommunikation und Teamarbeit", unter anderem mit dem Thema Moderieren. Unternehmen, in denen ich Teamtrainings durchführe oder Veränderungsprozesse begleite, schätzen mich als unparteiische Moderatorin, die die Ressourcen eines Teams aktiviert. Sie erleben, dass es leichter zu Entscheidungen kommt, wenn sich jemand ausschließlich um den Gesprächsprozess kümmert und das Gesprächsziel im Auge behält. Wie das auch als interner Moderator funktioniert, trainiere ich in den neuen Moderationstrainings.

Weißmantel Die Offenheit der Unternehmen diesen Themen gegenüber wächst stetig. Immer mehr Führungskräfte und Mitarbeiter nutzen qualifizierte Trainings in diesen Themenbereichen, um sich gezielt weiterzubilden. Auch die Nachfrage nach individuellen Coachings in den genannten Themenfeldern steigt. Ebenso nimmt der Wunsch zu, sich mit der eigenen Wirkung als Präsentator oder Moderator auseinanderzusetzen.

Otterstedde Der Evaluation vieler Coachings von Teams und Führungskräften entnehme ich, dass sich Unternehmen verstärkt auf die Kompetenz des Dialogs zurückbesinnen. Die Partizipation von Mitarbeitern in Firmen und Betrieben kann nur durch professionelle Kommunikation zielgerichtet und erfolgreich sein.

QZ Welchen Nutzen nehmen die Teilnehmer aus diesen Trainings in ihre Unternehmen mit?

Otterstedde Wenn es Teilnehmern gelingt, auf Augenhöhe ohne Reibungsverluste direkt zu kommunizieren und ihre Arbeit zu gestalten, haben die Seminare einen großen Nutzen transferiert. Denn hier wird unter professioneller Begleitung Zeit und Raum gegeben, diesbezüglich Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln und sich selbst kritisch zu reflektieren. Im Seminarrahmen kann jeder Teilnehmer anhand der vermittelten Methoden und Techniken sein persönliches Paket schnüren, mit dem er den kommunikativen Anforderungen seines individuellen professionellen Kontextes erfolgreich begegnen kann.

Weißmantel Überhaupt Werkzeuge aus der Praxis für die eigene Berufspraxis zu erhalten, ist ein großer Nutzen. Darüber hinaus wächst die Motivation, neue und professionelle Wege in diesen Themenbereichen zu beschreiten sowie gezieltes Feedback im Hinblick auf die persönliche Wirkung und das Auftreten vor Gruppen zu erhalten.

Völker In den neuen Moderationstrainings geben wir den Teilnehmern methodische Werkzeuge an die Hand und Feedback ans Herz. Sie erwerben Know-how, um den Problemlösungsprozess kooperativ zu steuern. Wir werden kein Wissen vermitteln, das erst schwerfällig in den Arbeitsalltag integriert werden muss. Im Gegenteil, alle Trainings sind handlungsorientiert aufgebaut. Die Teilnehmer durchleuchten ihre Ausgangssituation. Sie reflektieren und üben Verhalten. Sie machen sich einen Handlungsplan. So lassen sich neue Ideen im Alltag schnell umsetzen. Dabei hilft es ganz besonders, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Die Trainings sind dafür die perfekte Gelegenheit!


Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik sammelte Jörg Weißmantel sechs Jahre Berufserfahrung als Inhouse-Trainer im Wella-Konzern. Seit 1996 ist er als freiberuflicher Coach, Management-, Verhaltens- und Kommunikationstrainer in Deutschland und Österreich tätig. Er hat sich auf Vertriebstraining national und international, Führungskräftetraining national und international, Train the Trainer national und international sowie Internationale Trainingskonzeption für den Konzern spezialisiert.

Susanne Völker ist seit 2000 Inhaberin von active talk management mit der Kernkompetenz Teamberatung und den Nebenästen Prozessbegleitung, Moderation, Rhetorik- und Stimm-Coaching. Sie ist u. a. Autorin und Referentin des Lehrgangs "Qualität gemeinsam verbessern – erfolgreiches Moderieren und Mitarbeiten in Teams" im Rahmen der Weiterbildung zum "Qualitätsassistenten" bei der DGQ. Zuvor war sie freie Mitarbeiterin am Lehrstuhl und Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen mit den Schwerpunkten Einführung teilautonomer Gruppenarbeit und Change Management.

Diplom-Psychologin Chantal Hitti-Otterstedde ist seit 1998 als Beraterin, Trainerin und Coach tätig. Ihre Schwerpunkte sind Organisations- und Führungskräfteentwicklung, Innovation und Change Management sowie Six Sigma bis zum Black Belt. Spezialisiert ist sie auf Kommunikation und Gesprächsführung, Moderation, Verhandlungsführung, Konfliktmanagement, Zeitmanagement und Selbstorganisation, Teamarbeit und Führung. Nach ihrem Examen arbeitete sie für die Personalauswahl und Personalentwicklung der Flughafen Frankfurt Main AG.

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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