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06.05.2013

BGM als Unternehmensaufgabe

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Aufgabe beim Lenken von Organisationen. Mehr denn je zählen gesunde Mitarbeiter zu den bestimmenden Faktoren für die Marktfähigkeit von Unternehmen. Mit einem BGM können diese auf Dauer gesundheitsbedingte Ausfälle und damit Kosten senken, während sie gleichzeitig die Mitarbeiterbindung erhöhen. Zu diesem Themenkreis hatten DGQ und DQS am 6. März den ersten Kompetenztag innerhalb ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe in Frankfurt am Main durchgeführt.

Wichtigster Ansatzpunkt, um Akzeptanz für ein Angebot zum Gesundheitsmanagement herzustellen, ist die Motivation der Mitarbeiter. Wie Medientrainer Roland Wagner vermittelte, sind hier die Führungskräfte mit ihrem Verhalten die ersten und bedeutendsten Einflussfaktoren auf das Verhalten der Mitarbeiter. Neben der Verhaltensänderung, die zumeist eng mit einer veränderten Unternehmenskultur verknüpft ist, ist auch die strukturbezogene Verhältnisprävention sehr wichtig.

An dieser Stelle kommt DIN SPEC  91020:2012 ins Spiel. Katrin Schiller, DQS-Ansprechpartnerin für BGM, stellte den Normentwurf anhand des PDCA-Regelkreises vor. Da die meisten Teilnehmer bereits mit Managementsystemen für Qualität, Umwelt oder Arbeitsschutz arbeiteten, fanden sie sofort Anknüpfungspunkte zum Thema. DIN SPEC 91020 hebt allerdings die strategische und zielgerichtete Entwicklung des BGM deutlich stärker hervor als bisherige Normen.

So sind Strategie und Ziele laut Simone Reuter die ersten und wichtigsten Schritte, um effektive Strukturen eines BGM aufzubauen und dabei mitarbeiterorientiert vorzugehen. Die DGQ-Trainerin und Referentin der Schrattenecker Agentur für Gesundheitsmanagement berichtete aus der Praxis, dass gut gemeinte Maßnahmen von Unternehmen häufig verpufften, weil Mitarbeiter oft gar nicht nach gewünschten Maßnahmen zur Erhaltung ihrer Gesundheit befragt würden. Ein effizientes Projektmanagement verhelfe in vielen Fällen zu mehr Akzeptanz, so Reuters Erfahrung.

Kurt Gläser, Vorstandsmitglied im Bundesverband BGM, fasste die Faktoren eines erfolgreichen BGM zusammen: „eine fundierte Planung mit messbaren Zielen, sichere Ressourcenbereitstellung für das BGM, ein nachhaltiges Maßnahmen- und BGM-Controlling sowie immer wieder umfangreiche Kommunikation“.

„Die Referenten und Teilnehmer waren sich darin einig, dass die Verantwortlichkeiten für ein erfolgreiches BGM klar geregelt sein müssen und ein BGM-Beauftragter hohe Akzeptanz im Unternehmen genießen muss“, so das Fazit von Moderatorin Claudia Nauta von der DGQ Weiterbildung. Als geeignete BGM-Beauftragte kommen den Teilnehmern zufolge sowohl interne Managementbeauftragte als auch externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte infrage.

Interessenten haben weitere Gelegenheiten, ihr BGM-Wissen zu vertiefen. So findet am 11.  Juni 2013 ein weiterer Kompetenztag (www.kompetenztage2013.de) und am 8./9.  Oktober 2013 ein praxisbezogenes DGQ-Seminar „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ statt.

Informationen dazu gibt:

Claudia Nauta
nc@dgq.de
T 069 95424-209

Unternehmensinformation

DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität

August-Schanz-Str. 21a
DE 60433 Frankfurt
Tel.: 069 95424-0
Fax: 069 95424-133

Internet:www.dgq.de
E-Mail: info <AT> dgq.de



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