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04.09.2006

SQA-Ingenieur

Beruf mit Zukunft

Die präventive Sicherung der Lieferantenqualität wird für deutsche Unternehmen immer entscheidender. Mit dem sich verstärkenden Trend zum Outsourcing steigt auch der Bedarf an Fachkräften für die Supplier Quality Assurance (SQA). Die auf Qualitätsmanagement spezialisierte Weber Consulting GmbH Managementberatung verzeichnet in diesem Bereich eine steigende Nachfrage.

Der Trend zum Outsourcing bei deutschen Produktionsunternehmen ist ungebrochen [1]. Mit ihm steigt die Bedeutung der Auswahl und Auditierung von Lieferanten. "Seitdem immer mehr Unternehmen ihre Produktionen ins Ausland verlagern und somit auch von den dortigen Zulieferern abhängig sind, leidet die Qualität der Produkte", kommentiert Hans Weber, Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH Managementberatung in München die Entwicklung.

Qualitätsprobleme im Ausland

In der globalisierten Wirtschaft des 21. Jahrhunderts ist die Produktion eng miteinander verzahnt und zugleich über den gesamten Erdball verteilt. Im Zuge der anhaltenden Verringerung der Fertigungstiefe lagern Unternehmen immer mehr Teilbereiche aus. So übernehmen etwa in der Fahrzeugproduktion heute die Zulieferer bis zu 75 Prozent der Wertschöpfung. Dabei sind diese Zulieferer zunehmend in asiatischen und osteuropäischen Ländern zu Hause. Für die Qualitätsabteilungen bedeutet dies eine besondere Herausforderung: "Arbeitsabläufe und Prozesse sind besonders in Osteuropa und China noch nicht stabil", weiß Hans Weber von seinen Kunden zu berichten. Da das dortige Qualitätsverständnis oftmals stark vom westeuropäischen Standard abweiche, würden die Qualitätsabteilungen vor völlig neue Aufgaben gestellt. Hinzu kommt, dass auch die Zulieferer inzwischen ihrerseits begonnen haben, Teilbereiche auszulagern – in der Folge sind am Produktionsprozess immer mehr Lieferanten beteiligt.

Gefordert sind in dieser Situation besonders SQA-Ingenieure. Deren Aufgabenbereiche sind weitgehend deckungsgleich mit der Position des QM-Lieferantenbetreuers bzw. -entwicklers. Mit der Internationalisierung des Einkaufs ist laut Personalberater Weber auch die konstant steigende Nachfrage nach SQA-Profis zu erklären: "Viele Unternehmen haben die Position erst neu geschaffen, da vorher nur in Westeuropa eingekauft wurde." Aus diesem Grund ist der Personalbedarf in diesem Bereich besonders hoch.

SQA-Verantwortliche müssen heute eine ungleich höhere Zahl an Zulieferern betreuen als noch vor wenigen Jahren – und diese Zahl wird nach Webers Einschätzung in Zukunft noch weiter steigen. Vor allem in den ausländischen Produktionsstätten stellt die Sicherung der Lieferantenqualität ein drängendes Problem dar. Die frühzeitige Unterstützung und die zielgerichtete Integration von Lieferanten in den Produktentwicklungsprozess sind Grundvoraussetzungen, um die westeuropäischen Qualitätsstandards auch im sich fortsetzenden Outsourcing-Prozess aufrechtzuerhalten.

Weltoffenheit gefragt

Die Position des SQA-Ingenieurs stellt eine zentrale Schnittstelle im QM dar: Er arbeitet extern mit den Lieferanten zusammen, intern mit dem Entwicklungsbereich. Sein Aufgabenbereich erstreckt sich auf die gesamte Einkaufsorganisation und das Engineering. Unter anderem ist der SQA-Ingenieur für die Durchführung der Lieferantenaudits zuständig und kümmert sich um die Entwicklung und Aufrechterhaltung des Qualitätsmanagementprozesses der Lieferanten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, da die unterschiedlichsten Interessen und Standpunkte koordiniert und gebündelt werden müssen. Unternehmen stellen daher besondere Anforderungen an die Persönlichkeit der Bewerber. Diplomatisches Geschick und Kommunikationsstärke gehören zu den ausschlaggebenden Soft Skills. Gefragt sind aber auch Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick, ein klarer Blick für Schwachstellen und die Fähigkeit, diese beheben zu können.

Die zunehmende Globalisierung macht sich auch im Anforderungsprofil für SQA-Ingenieure bemerkbar, das sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert hat. Weber: "Unternehmen suchen heute SQA-Profis, die für ein Leben als globale Pendler bereit sind." Mit Reisetätigkeiten, die bis zu 80 Prozent des Jahres ausmachen können, müssen sich die modernen Lieferantenentwickler darauf einstellen, unterwegs zu Hause zu sein.

Zu den einstmals eher produktorientierten Anforderungen an SQA-Ingenieure haben sich mittlerweile umfassendere Ansprüche gesellt: ein Höchstmaß an Flexibilität und Mobilität sowie Weltoffenheit und genügend Einfühlungsvermögen, um die fremden Mentalitäten der internationalen Verhandlungspartner verstehen und gleichzeitig für das eigene Geschäftsziel nutzen zu können. „Unternehmen wollen ihre SQA-Positionen mit echten Globalisten besetzen“, so Hans Weber. Sprachkenntnisse sind daher unerlässliche Voraussetzung für eine Karriere als SQA-Ingenieur. Verhandlungssicheres Englisch ist Standard, Kenntnisse in asiatischen oder osteuropäischen Sprachen sind hilfreich.

Die Empfehlung des Personalberaters an Qualitätsmanager, die sich für eine SQA-Position und somit für einen Arbeitsalltag überwiegend im Ausland interessieren: "Eignen Sie sich landesspezifische Kenntnisse an, und machen Sie sich in Kursen etwa mit den Regeln im asiatischen Geschäftsleben vertraut."

Stellenprofil SQA-Ingenieur

  • Ingenieurstudium oder vergleichbare Ausbildung
  • perfekte Beherrschung der Qualitätsnormen
  • mehrjährige Berufserfahrung im Bereich
  • sehr gute Englischkenntnisse
  • Weltoffenheit
  • durchsetzungsstarke Persönlichkeit
  • Autorität und Charakterstärke
  • Flexibilität und Mobilität

Erschienen in QZ 09/2006, Seite 100-101

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

Die QZ befragte den auf QM spezialisierten Personalberater auf der Fachmesse Control 2016 in Stuttgart, auf der sie gemeinsam mit ihm den Karrieretag veranstaltete.

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