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06.03.2006

Six Sigma Black Belt

Qualifikation mit Zukunft

Fehlern vorbeugen statt sie nachträglich zu beheben, ist heute das Ziel der Qualitätsabteilungen großer Unternehmen. Wegen seiner Erfolge darin ist der Methodenbaukasten Six Sigma in Deutschland sehr populär geworden. Wie Hans Weber, Spezialist für Beratung und Vermittlung von Positionen im Qualitätsmanagement, beobachtet, suchen Konzerne derzeit vermehrt nach Six-Sigma-Spezialisten, die den schwarzen Six-Sigma-Gürtel tragen.

Mit den Qualitätssicherungsmethoden aus dem Six-Sigma-Baukasten soll ein möglichst fehlerfreier Prozess erreicht werden. Die Optimierungsstrategie setzt insbesondere auf eine Analyse des Ist-Prozesses, um Parameter und Fehlermöglichkeiten zu erkennen und anschließend in einer objektiven statistischen Analyse auszuwerten. Im statistischen Sinne drückt Six Sigma aus, dass unter einer Million Fehlermöglichkeiten weniger als 0,002 Fehler zu finden sind. Schätzungen zufolge ist die Fehlerquote beim Großteil der Industrieprozesse, die ohne "Six Sigma" abgewickelt werden, deutlich höher.

Entwickelt wurde die Methodik Mitte der 80er Jahre vom US-Konzern Motorola auf Basis bewährter und bekannter Methoden der Qualitätssicherung. Nach viel versprechenden Resultaten und beachtlichen Erfolgen in den USA trat Six Sigma vor wenigen Jahren auch in Deutschland seinen Siegeszug an. Mittlerweile setzen Großkonzerne, darunter DaimlerChrysler, Lufthansa oder Bosch, aber auch Hunderte von Mittelständlern die Methode erfolgreich ein. Nach Angaben von Hans Weber, als Management- und Personalberater spezialisiert auf Qualitätsmanagement im Bereich Automotive, suchen derzeit vor allem große, international agierende Konzerne mit Stammsitz in den USA nach Mitarbeitern mit dem "Six Sigma Black Belt".

Was wie der schwarze Gürtel bei Karate oder Judo klingt, steht hier für die höchste Stufe im Six-Sigma-Ausbildungskonzept. Qualifikationen in niedrigeren Stadien, wie der "Six Sigma Champion", sind schon in zweitägigen Schulungen zu erlangen. Champions sind Führungskräfte der oberen Führungsebene, die die Durchführung von Six-Sigma-Projekten überwachen. Sie sind zuständig für die Verbindung zur obersten Unternehmensleitung und kontrollieren die Arbeit der Black Belts. Die so genannten Green Belts (Ausbildungsdauer etwa zwei Wochen) bearbeiten eigenständig kleinere und genau definierte Six-Sigma-Prozesse. Die Qualifikation zum Green Belt ist auf technische Mitarbeiter aus den Funktionsbereichen Qualität, Entwicklung, Verfahrenstechnik und Produktion zugeschnitten, die ihre Kompetenzen zur Problemlösung auf Prozessebene erweitern wollen.

Qualifikation auf höchstem Niveau

Die derzeit auf dem Arbeitsmarkt am dringendsten benötigte Qualifikation ist der Black Belt, die höchste Stufe im Six-Sigma-System. Der Black Belt ist der verantwortliche Leiter von Six-Sigma-Projekten. Er stellt das Projektteam zusammen, führt es, bildet die Teammitglieder aus und wählt die zur Umsetzung der Six-Sigma-Methode nötigen Tools aus. Zudem obliegt ihm die Aufgabe, die realisierten Einsparungen zu berechnen und der Unternehmensführung bekannt zu machen. Die Ausbildung dauert in der Regel vier bis sechs Wochen, ist also als verhältnismäßig arbeits- und zeitintensiv anzusehen. Sie umfasst einen ausführlichen theoretischen Teil sowie die praktische Realisierung eines unterrichtsbegleitenden Verbesserungsprojekts.

Aktuell besetzen insbesondere große Unternehmen Positionen im Qualitätsmanagement, für die sie ausdrücklich Bewerber mit dem Six Sigma Black Belt suchen. Doch auf dem Arbeitsmarkt kann nur eine handverlesene Zahl von Qualitätsmanagern mit dieser Qualifikation aufwarten. Den Grund dafür sieht Arbeitsmarktspezialist Hans Weber darin, dass die Ausbildung sehr umfassend und daher auch kostspielig ist. Die Seminarpreise liegen typischerweise zwischen 9000 und 10000 Euro. Doch laut Hans Weber lohnt sich der hohe Zeit- und Kostenaufwand. Gerade international agierende Konzerne arbeiteten mehr und mehr mit dieser Qualitätsmethode und erwarteten von ihren Mitarbeitern entsprechende Kenntnisse. Die Zusatzqualifikation "Six Sigma Black Belt" könne somit erheblich zum nächsten Karriereschritt beitragen. Der Personalberater empfiehlt die Ausbildung vor allem denjenigen Qualitätern, die eine internationale Laufbahn anstreben.

Erschienen in QZ 03/2006, Seite 80-81

Weiterführende Information
  • Six Sigma

    Mit Six Sigma lassen sich Prozesse beinahe fehlerfrei gestalten. Grundlage sind statistische Methoden. Ziel ist die Steigerung des Unternehmensgewinns durch Verbesserungen.   mehr

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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