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Risikomanager

Qualifikation mit Zukunft

Viele Unternehmen befassen sich immer intensiver mit dem Management ihrer Unternehmensrisiken. Die Anforderungen von Kunden und Gesetzgeber steigen in diesem Bereich, erst recht seitdem die Norm ISO 31000:2009 das Risikomanagement regelt. Sie stellt für das unternehmerische Risikomanagement ein nützliches Hilfsmittel bereit. Qualitätsmanager können durch eine Weiterqualifizierung ihre Chancen am Arbeitsmarkt beträchtlich erhöhen.

Großunternehmen und Konzerne betreiben bereits seit Längerem systematisches Risikomanagement. Hier liegt der Schwerpunkt in der Regel auf den Finanzrisiken. Doch auch jenseits von rein finanziellen Risiken gewinnt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Management von Unternehmensrisiken für alle Unternehmen an Bedeutung. Wer um sein Überleben kämpft, kann sich keinerlei Risiken mehr erlauben. Zahlreiche Unternehmensrisiken haben sich zudem unter der Wirtschaftskrise beträchtlich verschärft.

Ähnliche Grundlagen: ISO 31000 und ISO 9000 ff.

Nicht zuletzt begründen auch die Anforderungen des Gesetzgebers die Einführung eines standardisierten, unternehmensweiten Risikomanagements. Diese gesetzlichen Anforderungen finden sich beispielsweise im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) oder in den gesetzlichen Auflagen zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz wieder. 2009 wurde die neue internationale Norm ISO 31000 zum Risikomanagement erarbeitet, die helfen soll, das Management von Unternehmensrisiken zu standardisieren. Ihr Zweck ist es, den Unternehmen eine Möglichkeit an die Hand zu geben, ein transparentes System zur Identifikation,Bewertung und Bewältigung von Risiken aufzubauen. Dies kann die Ausgangslage, um die Anforderungen von Kreditgebern, Kunden und Gesetzgeber zu erfüllen, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten deutlich verbessern.

Die ISO 31000 betrachtet das gesamte Unternehmen, vom strategischen Management über die operative Entwicklung hin zu den Leistungsprozessen, und realisiert einen ganzheitlichen Top-down-Ansatz. Das Risikomanagement unterliegt der Verantwortung der obersten Leitung. Aufbau und Anforderungen der ISO 31000 zeigen viele Gemeinsamkeiten mit der QM-Norm ISO 9000 ff. Beide Normen verwenden das Plan-Do-Check-Act-(PDCA-) Konzept. Ein Risikomanagement nach ISO 31000 lässt sich völlig isoliert betreiben, doch für viele Unternehmen kann es sinnvoll sein, es in das bestehende QM-System zu integrieren.

Die Personalberater von der Münchener Weber Consulting GmbH beobachten, dass vor allem größere Unternehmen sich mehr und mehr mit Risikomanagement befassen. Nicht nur im Hinblick auf die Finanzrisiken, sondern auch auf die übrigen Unternehmensbereiche wie Kunden, Markt, Lieferanten, Infrastruktur, Mitarbeiter etc. Zunehmend sind hier die Qualitätsmanager gefragt. Große Unternehmen berücksichtigen schon jetzt bei der Besetzung von Führungskräften im Qualitätswesen, ob der Bewerber Kenntnisse im Bereich Risikomanagement mitbringt oder zumindest bereit ist, sich auf diesem Gebiet weiterzubilden.

Koordinierungsaufgabe für Qualitätsmanager

Das Qualitätsmanagement kann bei der Umsetzung eines Risikomanagements als Schnittstelle oder Koordinationsplattform dienen. Zwar kann ein Qualitätsmanager allein nicht alle Risiken im Unternehmen identifizieren und bewerten. Er kann aber hierfür die Struktur schaffen und die Aktivitäten im Bereich Risikomanagement koordinieren. Alle Ergebnisse und das Expertenwissen von internen oder externen Risikomanagern können bei ihm gebündelt werden.

Ein solcher koordinierender Risikomanager muss neben der Fähigkeit, möglichst umfassend Risiken im gesamten Unternehmen zu erkennen, diese auch bewerten und nach Möglichkeit bewältigen können. Der Risikomanager ist dafür verantwortlich, Lösungen zu entwickelt, wie Risiken im Unternehmen minimiert oder ganz eliminiert werden können. Eine weitere Aufgabe ist die Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Sie muss hinter ihrem Risikomanager stehen, da genau wie beim Qualitätsmanagement die oberste Verantwortung bei der Geschäftsführung liegt. Zudem sollte der Risikomanager in der Lage sein, das Risikomanagement in die bestehenden Managementsysteme (Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit) zu integrieren. Die Anforderungen an den Risikomanager sind denen an den Qualitätsmanager sehr ähnlich. Wichtig sind neben den ausgeprägten Fachkenntnissen vor allem Soft Skills wie Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikationsstärke und natürliche Autorität.

Hans Weber von Weber Consulting rät Qualitätsmanagern, sich reinschlägige Zusatzqualifikationen und Kenntnisse anzueignen. Damit können sie ihren persönlichen Marktwert enorm steigern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Ist ein Qualitätsmanager in der Lage, in einem Unternehmen das in der ISO 31000 standardisierte Risikomanagement einzuführen,bringt er dem Unternehmen einen gehörigen Mehrwert und kann im Bewerbungsverfahren zum Topkandidaten werden. Viele Weiterbildungsinstitute haben den Trend erkannt und bieten bereits Schulungs- und Weiterbildungsseminare zum Thema Risikomanagement an.

Literaturhinweis

Literatur

Brühwiler, B.: Sicher(er) in die Zukunft – Neue Standards für das Risikomanagement. QZ 53 (2008) 7, S. 37 Dokumentennummer online: QZ102617

Gietl, G.: Risikomanagement für Geschäftsprozesse. Pocket Power Band 47. Carl Hanser, München 2005

Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (Hrsg.): Risikomanagement. DGQ-Band 12-41. Beuth Verlag, Berlin 2007

Brühwiler, B.: Risikomanagement nach ISO 31000 und ONR 49000. Austrian Standards plus Publishing, Wien 2009

Romeike, F. (Hrsg.): Rechtliche Grundlagen des Risikomanagements. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2007

Wolke, T.: Risikomanagement. 2. Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2008

Gleißner, W.: Grundlagen des Risikomanagements im Unternehmen. Vahlen Verlag, München 2008

Denk, R.; Exner-Merkelt, K.; Ruthner, R. (Hrsg.): Coporate Risk Management. 2. Auflage. Linde Verlag, Wien 2008

Deutsche Gesellschaft für Risikomanagement e.V. (Hrsg.): Risikoaggregation in der Praxis. Springer, Berlin 2008

Hilz-Ward, R. M.; Everling, O. (Hrsg.): Risk Performance Management. Gabler Verlag, Wiesbaden 2009

Auf Basis des Beitrags "Risikomanager" in QZ 10/2009, Seite 80-82

Karriereberatung

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

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