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06.02.2007

Qualitätsvorausplaner

Beruf mit Zukunft

Hoher Innovationsdruck im globalen Wettbewerb, verkürzte Entwicklungs- und Produktionszeiten, immer komplexere Produkte – in dem Maße, wie die Anforderungen an die Qualität von Jahr zu Jahr steigen, investieren die Unternehmen zunehmend in die Qualitätsvorausplanung. Die auf Qualitätsmanagement spezialisierte Personalberatung Weber Consulting GmbH verzeichnet auf dem Arbeitsmarkt einen steigenden Bedarf an Qualitätsplanern.

So manches Unternehmen hat enorme Schwierigkeiten, die Komplexität immer neuer Technologien zu bewältigen. Intensive und detaillierte Produktplanung im Vorfeld ist unerlässlich. Denn Produktionsfehler, die Nacharbeiten erfordern, verursachen nicht nur erhebliche Kosten, sondern teilweise auch katastrophale Imageschäden. Beispielhaft ist hierfür die Lage im Automobilsektor: Das Kraftfahrtbundesamt hat in den vergangenen Jahren die Fahrzeugbauer bei mehr als 600 Rückrufaktionen unterstützt. Besonders anfällig für Fehler ist der Bereich Elektronik; heute bestehen bereits 40 Prozent des Fahrzeugwertes aus Elektronikbauteilen.

Imageschäden durch Rückrufe

Das Zusammenspiel vieler verschiedener elektronischer Komponenten im Auto ist hochkomplex; eine wichtige Aufgabe der Qualitätsplaner in der Automobilbranche ist daher unter anderem die Sicherstellung der Kompatibilität. An einer stabilen Elektronik haben insbesondere auch die Zulieferanten großen Anteil.
Was für den Automotive-Bereich gilt, wird zunehmend auch in anderen Bereichen zum Problem. Kunden fordern von Unternehmen grundsätzlich systematische Planungen im Rahmen eines Projektmanagements (z. B. nach VDA oder APQP). Die Unternehmen wiederum erwarten Qualitätsvorausplanungen von ihren Zulieferern. Hinzu kommt der durch den globalen Wettbewerb erhöhte Innovationsdruck, der eine Verkürzung der Entwicklungs- und Produktionsdauer nach sich zieht. Und laut Hans Weber, Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH, ist nicht nur der Fertigungsprozess einzelner Produkte komplizierter geworden: "Auch die Produktvielfalt hat sich in vielen Unternehmen erhöht, was die Notwendigkeit detaillierter Planungen für jedes einzelne Produkt nach sich zieht." Trotz oder gerade wegen der immer kürzeren Lebenszyklen der Produkte erhöhen sich die Ansprüche im Vorfeld.

In der Folge dieser Entwicklungen sind Qualitätsplaner gefragter denn je. Viele Unternehmen haben beschlossen, ihre präventive Qualitätsplanung auszubauen und zu professionalisieren. Die Abteilungen werden in der letzten Zeit massiv aufgestockt, der Personalbedarf ist groß.

Die Qualitätsplanung umfasst unter anderem die Anwendung von APQP (Advanced Product Quality Planing, ein kontinuierliches Projektmanagement für die Produkt- und Qualitätsplanung) oder FMEA (Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse), um Fehlerrisiken bereits im Produktentwicklungsprozess zu identifizieren. Insbesondere in der Automobil- und der Automobilzuliefererindustrie ist eine lückenlose Dokumentation aller qualitätssichernden Maßnahmen obligatorisch. Auf der Grundlage der erstellten Kontrollpläne werden die Prüfabläufe für die Sicherstellung der Qualität von Zulieferungen sowie für die Produktionsüberwachung erstellt.

Immer mehr Unternehmen planen Qualität

Unternehmen erwarten von einem Qualitätsplaner die Beherrschung aller qualitätsrelevanten Verfahren und Techniken. Zudem sollte er über detaillierte branchenspezifische Produktkenntnisse verfügen. Neben fachlichen Kenntnissen spielt die Persönlichkeit eines Kandidaten eine große Rolle. Ein Qualitätsplaner übernimmt eine Position, in der kommunikative und diplomatische Fähigkeiten notwendig sind. Teamgeist ist gefragt bei FMEA-Moderationen, der Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen oder der Mitwirkung an Herstellbarkeitsbewertungen. In der Entwicklungsphase müssen Kunden vor Ort betreut werden, was eine hohe Reisebereitschaft voraussetzt. Der enge Kontakt zu Kunden und Lieferanten erfordert "Machertypen" statt introvertierter Techniker. Doch neben allem Teamgeist sollte ein Qualitätsplaner auch Führungsstärke und Überzeugungskraft mitbringen, um seine Standpunkte und Interessen bei Bewertung, Qualifizierung und Freigabe von Lieferanten oder bei Prozess- und Lieferantenaudits durchsetzen zu können. Neben der Beherrschung der Qualitätstechniken, die über Kurse bekannter Seminaranbieter erlernt werden können, gehören sehr gute Englischkenntnisse, gegebenenfalls auch gute Französischkenntnisse, zu den Grundvoraussetzungen.

Machertypen gefragt

Aufgrund des mangelnden Angebots an entsprechend qualifizierten Fachkräften sind in manchen Unternehmen bis zu 40 Prozent der eingeplanten Positionen nicht besetzt, weiß der Qualitätsspezialist Hans Weber. Daher ist die Position des Qualitätsplaners ein Beruf mit aussichtsreicher Zukunft. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten sich hier sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie interessante Karriereperspektiven: Eine drei- bis fünfjährige Tätigkeit als Qualitätsvorausplaner gilt im Qualitätsmanagement als ideales Sprungbrett. Der Personalspezialist Hans Weber rät daher jungen Ingenieuren und Technikern, sich in Richtung Qualitätsplanung zu entwickeln: "Firmen suchen zwar vorzugsweise nach Qualitätsplanern mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung, wegen des hohen Bedarfs haben aber auch Berufsanfänger Chancen auf einen sehr guten Einstieg ins Berufsleben."

Erschienen in QZ 02/2007, Seite 74-75

Karriereberatung

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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