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11.01.2005

QM-Lieferantenbetreuer

Beruf mit Zukunft

Die sorgfältige Auswahl und Auditierung der Lieferanten spielt eine immer entscheidendere Rolle in der Qualitätsabteilung. Gerade angesichts des sich verstärkenden Trends zum Outsourcing muss Qualität bereits von Anfang der Wertschöpfungskette an gesichert werden. Die Weber Consulting Managementberatung GmbH verzeichnet seit kurzem eine starke Nachfrage an Lieferantenbetreuern.

Im zunehmenden globalen Wettbewerb und dem daraus resultierenden Preiskampf sind Unternehmen aller Branchen einem wachsenden Druck ausgesetzt. Da hohe Qualitätsstandards gehalten werden müssen, setzt sich dieser Druck gerade in der Automobilindustrie bis in die Qualitätsabteilungen hinein fort. Hier liegt unter anderem die Verantwortung dafür, dass die Anforderungen der TS16949 eingehalten werden. Die Norm schreibt u.a. das System vor, mit dem die Lieferanten zu betreuen und zu entwickeln sind. Zentrale Aufgabe des Lieferantenbetreuers ist es, dafür zu sorgen, dass die Zusammenarbeit von Unternehmen und Lieferanten normgerecht verläuft – eine Aufgabe, der immer größere Bedeutung zukommt.

Einen weiteren Grund dafür, dass die Position des Lieferantenbetreuers aktuell an Wichtigkeit gewinnt, nennt Hans Weber, Geschäftsführer der Münchener Weber Consulting Managementberatung, die sich auf den Bereich Qualitätsmanagement spezialisiert hat: Zahlreiche Unternehmen haben begonnen, Produktionsbereiche auszulagern. Im Zuge der immer kürzeren Zeitintervalle, in denen ständig neue und kostengünstigere Modelle auf den Markt gebracht werden, erfährt das Outsourcing einen neuen Auftrieb. So werden in der Automobilindustrie heute achtzig Prozent des Endprodukts Kraftfahrzeug bei den Zulieferern entwickelt und produziert. Aber auch die Automobilzulieferer selbst lagern immer weitere Bereiche aus, und es beteiligen sich immer mehr Lieferanten am Produktionsprozess. Viele Unternehmen verlagern gar ihre Produktion ins Ausland, was aufgrund weltweit unterschiedlicher Qualitätsstandards den Umgang mit der Qualitätssicherung noch diffiziler gestaltet.

Hier setzt die Aufgabenstellung für die QM-Lieferantenbetreuer an. Es gilt, eine weitaus höhere Anzahl an Zulieferern als noch vor wenigen Jahren zu betreuen und dabei auch im Ausland vor Ort präsent zu sein. Entsprechende Stellenbewerber müssen sehr gute Fremdsprachenkenntnisse sowie eine gewisse Weltoffenheit und Affinität zu Auslandsreisen vorweisen. Darüber hinaus beobachtet Hans Weber, dass die Unternehmen zur Zeit auf bestimmte persönliche Eigenschaften ihrer künftigen Lieferantenbetreuer großen Wert legen. So werden vorrangig Mitarbeiter gesucht, die sehr durchsetzungsstark sind und hart verhandeln können. Sie müssen jene Prozesse identifizieren, in denen sich Schwachpunkte und Probleme befinden, müssen dabei zielsicher auf die wunden Punkte zeigen und dürfen sich nicht von Schönmalerei beeindrucken lassen. Der Geschäftsführer eines Automobilzuliefererunternehmens formulierte es so: "Ein gemeinsames Mittagessen oder Kaffeetrinken mit den Lieferanten darf nicht den Blick für die wirklichen Probleme trüben." Ein guter Lieferantenbetreuer müsse die Probleme erkennen und klar zur Sprache bringen. Autorität, Persönlichkeit und Charakterstärke sind daher die entscheidenden Eigenschaften, die den Lieferantenbetreuer heute auszeichnen.

Die Erfahrungen von Hans Weber zeigen, dass der Bedarf an qualifizierten Lieferantenbetreuern auch in Zukunft steigen wird. Die Empfehlung des Personalberaters an interessierte Qualitätsmanager: "Entwickeln Sie sich in diesem Bereich gezielt weiter, um ihre Chancen auf die Arbeit in einem interessanten Aufgabenfeld zusätzlich zu erhöhen!"

Erschienen in QZ 01/2005, Seite 68

Karriereberatung

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

Die QZ befragte den auf QM spezialisierten Personalberater auf der Fachmesse Control 2016 in Stuttgart, auf der sie gemeinsam mit ihm den Karrieretag veranstaltete.

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