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02.12.2005

FMEA-Moderator

Qualifikation mit Zukunft

Defizite in der präventiven Fehleranalyse können Kosten in Millionenhöhe verursachen, wie die gewaltigen Rückrufaktionen in der Automobilbranche zeigen. Besondere Bedeutung für die Fehlerprävention kommt der gerade im Automobilsektor verbreiteten Methode der FMEA zu. Hans Weber, Spezialist für Managementpositionen im Qualitätswesen, beobachtet derzeit eine immens anwachsende Nachfrage nach FMEA-Moderatoren.

Das Qualitätssiegel "Made in Germany" läuft Gefahr, seinen Ruf zu verlieren. Im Laufe der letzten elf Jahre hat sich die Zahl der Rückrufe bei deutschen Automobilherstellern verdreifacht (QZ 7/2005, S.32). Sinkende Aktien und mangelnder Absatz machen den großen Konzernen schwer zu schaffen. Was die deutschen Autobauer in arge Bedrängnis bringt, sind vor allem massive Qualitätsprobleme. Rückrufaktionen in der Größenordnung ganzer Jahresproduktionen können Konzerne ein Vermögen kosten.

Aber nicht nur der materielle Schaden ist hoch, auch das Image wird beschädigt. Denn Fehler, die erst nach der Auslieferung entdeckt werden, erschüttern das Kundenvertrauen in die offensichtlich mangelhafte Qualitätssicherung der Konzerne. Viele dieser für die Unternehmen katastrophalen Rückrufaktionen hätten mit einer sorgfältigen, gut geleiteten Fehlermöglichkeits- und -einfluss-Analyse (FMEA) von vornherein verhindert werden können, weiß Hans Weber, der sich als Managementberater im Bereich Qualitätswesen gerade in der Automobilbranche bestens auskennt. Mit der FMEA, einer bewährten und besonders im Automobilsektor verbreiteten Standardmethode der präventiven Qualitätssicherung, werden potenzielle Fehler während der Entwicklung, der Planung und der Produktion systematisch gesucht, erkannt, priorisiert und schließlich noch vor Entstehung eines Schadens vermieden. Analysiert werden die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers, seine Bedeutung (d.h. die Auswirkung auf den Kunden) sowie die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Fehler vor der Auslieferung an den Kunden entdeckt wird. FMEAs werden von allen für das Qualitätsmanagement wichtigen Normen und Richtlinien (DIN EN ISO 9000, QS-9000, VDA 6.1, ISO/TS 16949) sowie durch das Produkthaftungsgesetz gefordert bzw. empfohlen. Zudem fordern immer mehr Versicherer von ihren Kundenunternehmen die Anwendung dieser Methode – teils aus Umweltschutzgründen, teils aus Gründen der Arbeitssicherheit.

Verschiedene Interessen bündeln

Eine Schlüsselrolle bei dieser Präventivmethode spielt der FMEA-Moderator, dessen Berufsbild derzeit gefragter ist denn je. Er muss das jeweilige FMEA-Team so leiten, dass alle Mitglieder ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen und zielorientiert umsetzen können. Denn ein FMEA-Team besteht nicht nur aus den firmeninternen Mitarbeitern verschiedenster Abteilungen (Entwickler, Konstrukteure, Fertigungs- und Betriebsmittelplaner etc.), sondern auch aus Lieferanten und Kunden – die unterschiedlichsten Interessen treffen hier also aufeinander, die der Moderator geschickt auf einen Nenner bringen muss. Er hat zudem die Aufgabe, die methodische Richtigkeit der FMEA-Durchführung sicherzustellen und für ein effizientes Vorgehen seines Teams zu sorgen. Des Weiteren ist er für die simultane Dokumentation mit der entsprechenden FMEA-Software zuständig.

Qualitätsmanagern, die sich gezielt weiterbilden möchten, empfiehlt Arbeitsmarktspezialist Hans Weber die Ausbildung zum FMEA-Moderator. Die am Markt angebotenen Schulungen und Seminare umfassen in der Regel nur einen Tag und vermitteln unter anderem Grundlagen der Moderation sowie strukturierte und systematische Verfahrensweisen zur Durchführung von FMEAs. Und die Attraktivität des Berufsbilds wird steigen, so die Prognose Webers: Gerade im Hinblick auf die aktuelle Qualitätskrise der deutschen Automobilhersteller würden FMEA-Moderatoren künftig noch stärker auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden.

Erschienen in QZ 12/2005, Seite 74-75

Karriereberatung

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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