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09.09.2013

Energiemanager

Qualifikation mit Zukunft

Um erfolgreich Energie sparen zu können, müssen Unternehmen es mit System tun. Die Expertise dafür lässt sich beispielsweise aus der Managementsystemnorm DIN EN ISO 50001 ableiten. Für Qualitätsmanager bietet sich der Einsatz als Energiemanager als attraktive Zusatzqualifikation an.

© fotomek - Fotolia

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Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima vor zwei Jahren ist das Thema "Energie" mit all seinen Facetten verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Das damalige Ereignis und die darauf aufsetzenden Diskussionen um die "Energiewende" haben nicht nur die Öffentlichkeit sensibilisiert. Auch für die Unternehmen hat das Thema an Bedeutung gewonnen.

Norm bringt Thema in die Unternehmen

Wohin die Reise von Politik, Gesellschaft und Energiewirtschaft geht, ist noch nicht abzusehen. Doch es besteht Einigkeit darüber, dass schon heute für die Zukunft vorgesorgt werden sollte. Denn eins erscheint sicher: Die Kosten für Energie werden definitiv steigen. Eine Möglichkeit für Unternehmen, diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, besteht in der Umsetzung einer einschlägigen Norm. Die DIN EN ISO 50001 "Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung" wurde konzipiert, um Unternehmen beim systematischen Energiesparen zu unterstützen (siehe Beitrag Seite 30 ).

In vielen Unternehmen wurde ein entsprechendes Energiemanagementsystem bereits verankert – und sogar zertifiziert. So verzeichnet Hans Weber, Personalberater und Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH, München, in jüngster Zeit eine vermehrte Nachfrage von Unternehmen nach den am Arbeitsmarkt noch sehr raren Energiemanagementexperten.

Spezielle Experten für spezielle Expertise

Warum brauchen Unternehmen spezielle "Energiemanager"? Durch Anwendung eines ausgeklügelten Energiemanagementsystems lassen sich nicht nur enorme Kosten einsparen. Unternehmen kommen auch deswegen nicht daran vorbei, sich um ihren eigenen Energieverbrauch zu kümmern, weil heute das Umweltbewusstsein in den Köpfen der Menschen eine starke Rolle spielt. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, auch diesen Aspekt betrieblichen Energiesparens adäquat zu berücksichtigen, wurde die bisherige DIN EN 16001 durch die DIN EN ISO 50001 abgelöst. Ein auf Nachhaltigkeit getrimmtes Energiemanagementsystem soll Unternehmen dabei helfen, den anfallenden Energieverbrauch systematisch und kontinuierlich zu verringern. Hierfür beschreibt die Norm ein modernes, sich an den gesetzlichen Vorgaben orientierendes Energiemanagementsystem.

Viel spricht für die Einführung eines solchen, weiteren Managementsystems in den Unternehmen. Besonders in Industrieunternehmen hat man erkannt, welche Belastungen ein überdurchschnittlich hoher Energieaufwand zur Folge haben kann. In den betroffenen Unternehmen ist das Energiemanagement ein sensibler Punkt geworden. Experten, die sich mit dieser Thematik auskennen, sind noch regelrechte Exoten; es ist für interessierte Unternehmen häufig sehr schwer, qualifizierte Mitarbeiter für das Energiemanagement zu bekommen.

Drei schlagende Argumente

Hans Weber erhält verstärkt Anfragen von Unternehmen, die für das Energiemanagement einen eigenen Experten ins Unternehmen holen möchten. Der Personalberater sieht vor allem drei Gründe für die steigende Nachfrage:

  • Steigende Energiepreise. Durch ein nachhaltiges Energiemanagementsystem können Unternehmen signifikant Kosten einsparen.
  • Umweltbewusstsein. Das Umweltbewusstsein nimmt in der Bevölkerung seit Jahren zu. Kunden und Verbraucher achten vermehrt darauf, wie pfleglich Unternehmen bei der Herstellung ihrer Produkte mit den Ressourcen umgehen.
  • Kundenanforderungen. Kunden bewerten ihre Lieferanten zunehmendauch nach deren Energieverbrauch. Stellen Kunden bei ihren Lieferantenaudits einen überdurchschnittlich hohen Energieverbrauch fest, haben Lieferanten es bei Preisverhandlungen schwer. Gerade gegenüber energiesensiblen Kunden fällt ein beliebtes Argument für Preiserhöhungen weg.

Wie geschaffen für Qualitätsmanager

"Die Integration eines Energiemanagements in eine bestehende Qualitätsmanagementlandschaft ist problemlos möglich – und ratsam", so Hans Weber. Das Thema habe schon heute hohe Bedeutung und werde diese künftig noch steigern. Qualitätsmanager sollten sich verstärkt damit auseinandersetzen, rät Weber. In kleineren und mittleren Unternehmen werde das Energiemanagement in den meisten Fällen dem Qualitätsmanagement zugeordnet. Bei Großkonzernen wird sich über kurz oder lang hierfür ein eigenes Berufsbild, das des "Energiemanagers", etablieren. In beiden Situationen kann dies für Qualitätsmanager ein zukunftsträchtiges Betätigungsfeld darstellen.

Eine zusätzliche Übernahme der Aufgaben im Energiemanagement sowie dessenIntegration verschafft Qualitätsmanagern nicht nur ein neues, äußerst interessantes Aufgabengebiet, sondern sie sichern sich zusätzlich einen höheren Stellenwert im Unternehmen. Qualitätsmanagern empfiehlt Hans Weber, sich in diesem Bereich sowohl in der Norm DIN EN ISO 50001 als auch in der Umsetzung von energiepolitischen Maßnahmen weiterzubilden beziehungsweise weiterzuentwickeln. Sie erhöhen dadurch nicht nur ihre fachliche Kompetenz, sondern auch ihren persönlichen Horizont. In der Folge steigern Qualitätsmanager so ihren Marktwert.

Anforderungen

Energiemanagement fordert Qualitätsmanager

Die Funktion des Energiemanagers leistet innerhalb eines Unternehmens einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung der Organisation. Es geht in erster Linie darum, Energie einzusparen. Die Aufgabe stellt deshalb für einen Qualitätsmanager eine zusätzliche Herausforderung dar. Das erforderliche Know-how und Fachwissen lässt sich durch Schulungen und Seminare erwerben. Folgende Anforderungen stellen sich Energiemanagern:

  • abgeschlossenes Studium, je nach Branche als Ingenieur, oder vergleichbare Ausbildung;
  • Ausbildung im Umwelt- und Energiemanagement;
  • ausgeprägte Wahrnehmungsgabe für Einsparungspotenziale im Energiebereich;
  • analytische Fähigkeiten;
  • ganzheitliche Betrachtungsweise der Zusammenhänge;
  • gute Kenntnisse der branchenspezifischen gesetzlichen Anforderungen (Energiemanagement, Umweltschutz usw.);
  • gute Kenntnisse über integrierte Managementsysteme.

Mehr über die Norm für Energiemanagementsysteme, DIN EN ISO 50001, erfahren Sie in unserem Beitrag auf Seite 30 .

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

Die QZ befragte den auf QM spezialisierten Personalberater auf der Fachmesse Control 2016 in Stuttgart, auf der sie gemeinsam mit ihm den Karrieretag veranstaltete.

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