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06.09.2018

Über 5 Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt

Zwar ist die Stimmung unter deutschen Arbeitnehmern gut - sie sind zufrieden mit ihrem Gehalt und auch die wirtschaftliche Zukunft ihres Arbeitgebers sehen die meisten positiv. Doch bei der Unternehmenskultur und damit bei den Führungskräften gibt es Nachholbedarf, so der Engagement Index 2018 von Gallup.

Die große Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer (71 Prozent) befindet sich im Mittelfeld der Motivation und macht mehr oder weniger Dienst nach Vorschrift. Gallup nennt sie Mitarbeiter mit geringer emotionaler Bindung.

Die Kosten der 14 Prozent komplett demotivierten Mitarbeiter ohne jede emotionale Bindung zum Unternehmen beziffert das Beratungsunternehmen zwischen 77 und 103 Milliarden Euro für die deutsche Volkswirtschaft. Das hat der Engagement Index 2018 der Beraterfirma Gallup herausgefunden.

Mangelnde Führungs- und Unternehmenskultur

Die meisten leiden unter einer schlechten Führungs- und Unternehmenskultur ­– ein Thema, das in deutschen Unternehmen notorisch zu wenig beachtet würde, klagt Gallup-Manager Marco Nink. Dabei ließe sich in Unternehmen, die ihre komplette Führungskultur umgebaut haben, der Anteil der Mitarbeiter, die mit „Hand, Herz und Verstand“ dabei sind, auf Werte bis zu 70 Prozent steigern.

Oft fehlt es in deutschen Unternehmen schon an einer regelmäßigen Feedback-Kultur der Führungskräfte. Nach einer kurzen „Honeymoon-Phase“, in der sich Arbeitnehmer noch gut betreut fühlen, werden sie oft alleine gelassen.

Fehlende Offenheit und langsame Entscheidungen

Ein Thema, das laut Gallup insbesondere deutsche Führungskräfte umtreibe, ist Agilität. Unter diesem Buzzword wird allerdings ganz Unterschiedliches verstanden.

Gallup selbst hat insgesamt acht Merkmale ausfindig gemacht, die mit Mitarbeiter Agilität verbinden. Unternehmen, die hier gute Werte erzielen, werden auch von ihren Mitarbeitern als viel positiver und kundenfreundlicher wahrgenommen: Kooperation, Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung, Fehlerkultur, Empowerment, Förderung neuer Technologie, Einfachheit, Wissensaustausch und Offenheit für Innovationen.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Großbritannien sind deutsche Unternehmen wenig agil. Das liege vor allem an einer gewissen Veränderungsresistenz der Deutschen. Nur jeder fünfte Mitarbeiter gab an, dass sein Arbeitgeber ein Klima schaffe, in dem sich Kollegen ausprobieren, scheitern und aus Fehlern lernen könnten.

Beförderungen besser nicht als Belohnung

Viel zu oft würden Führungskräfte nicht für gute Führung belohnt, sondern anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen bewertet. Und auch die Gründe, warum eine Führungskraft zu einer solchen werde, seien oft die falschen: Viele Unternehmen machen zum Beispiel ihren besten Verkäufer zum Vertriebschef. Der fehlt dann im Verkauf und ist vielleicht auch keine gute Führungskraft.

Die dringende Empfehlung von Gallup ist, diese „Beförderungslogik“ zu durchbrechen und Expertenlaufbahnen zu stärken. Mitarbeiter sollten nicht daran gemessen werden, wie viele Leute unter ihnen arbeiten. Experten sollten bei Ansehen, Gehalt und Boni Führungskräften gleichgestellt werden. So könne man die Mitarbeiter mit den besten Leistungen belohnen, ohne sie automatisch zu Führungskräften zu machen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Gallup

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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