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25.08.2017

So kann mobile Arbeit gelingen

Wer kann, darf und will mobil arbeiten? Das Fraunhofer IAO stellt gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart die Ergebnisse einer großangelegten Befragung in ihrem Studienbericht vor.

Die Gesamtbeurteilung mobiler Arbeit fällt positiv aus: Neun von zehn Beschäftigten haben ein positives Bild von mobiler Arbeit, dennoch liegen auch bei potenziellen mobilen Arbeitern oft Hindernisse vor, was die Umsetzung betrifft, etwa die Furcht vor Entgrenzung oder vor ausufernden Arbeitszeiten. Für mobiles Arbeiten ist eine Kultur des Vertrauens im Kollegenkreis förderlich.

Mehrarbeit durch schlechtes Gewissen

Allerdings haben etwa 30 Prozent der Beschäftigten, welche mobil arbeiten können, Angst, mehr leisten zu müssen, weil sie befürchten, dass ihre Arbeitsleistung in mobiler Arbeit nicht wahrgenommen wird. Hieraus resultiert für sie die Gefahr von ausufernden Arbeitszeiten, wenn mitarbeiterseitig versucht wird, die fehlende Präsenz durch Mehrarbeit zu kompensieren.

Einfluss auf geleistete Arbeitszeit und Work-Life-Balance

Im Falle mobiler Arbeit scheinen jedoch die positiven Wirkungen die längeren Arbeitszeiten zu kompensieren. Geeignete betriebliche Rahmenbedingungen helfen, ausufernde Arbeitszeiten und die damit einhergehenden negativen Konsequenzen von mobiler Arbeit zu vermeiden. Hierzu gehören insbesondere klar definierte Prozesse im Umgang mit zu hohen Arbeitszeiten und eine entsprechende Unternehmenskultur, welche sich deutlich gegen Entgrenzung ausspricht. Wichtig ist allerdings, dass eine – der Work-Life-Balance zuträgliche – zeitliche Autonomie der Beschäftigten durch die Prozesse nicht genommen wird.

Hindernisse für mobiles Arbeiten

Insgesamt zeigt sich, dass personenbezogene Faktoren oder das Arbeitsumfeld häufig zum Ausschluss mobiler Arbeit führen. So sind fehlende technische Voraussetzungen oder eine ablehnende Haltung der Führungskraft gegenüber mobilem Arbeiten wesentliche Gründe, das vorhandene Angebot von mobiler Arbeit nicht nutzen zu können.

Forscher des Fraunhofer IAO und des IAT der Universität Stuttgart werteten die Meinungen von ca. 680 000 Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes aus. Die Ergebnisse sind in der Studie " Mobile Arbeit – eine Analyse des verarbeitenden Gewerbes auf Basis der IG Metall-Beschäftigungsbefragung 2017 " zusammengefasst.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Fraunhofer IAO/IG Metall

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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