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16.02.2018

Nur jedes dritte Unternehmen bietet innovative Karrierewege

In knapp 70 Prozent der Unternehmen ist das Talent Management nur auf Führungspositionen ausgerichtet und fördert ausschließlich den vertikalen Aufstieg. Das zeigt eine neue Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum.

Talente sollen sich jahrelang auf Positionen hin entwickeln, die es bald so schon nicht mehr geben wird. Oder es sind die Talente selber, die das Unternehmen verlassen, bevor sie die Position übernehmen können. Unternehmen brauchen daher andere Entwicklungskonzepte und Karrierelandschaften.

Strategie für Talent Management?

Talent Management bedeutet, dass ein Unternehmen festlegt, welche Kompetenzen und Fähigkeiten besonders wichtig für den Unternehmenserfolg sind, die Talente identifiziert, die diese Kompetenzen haben und diese systematisch entwickelt, fördert und versucht langfristig zu halten.

Für diesen Prozess haben allerdings nur 55 Prozent der befragten Unternehmen eine Strategie und haben somit definiert, wer für sie besonders erfolgsrelevant ist und gefördert werden sollte.

Welche Talente werden zukünftig benötigt?

Zwei Drittel der Personalabteilungen arbeiten immer noch mit einem sehr homogenen Talenteprofil für ihre sogenannten High Potenzials, um damit die Besetzung von vordefinierten Schlüssel- und Führungspositionen langfristig zu sichern.

Nur ein Drittel gibt an, dass in ihrem Unternehmen grundsätzlich jeder als Talent gilt und gefördert wird. Aus der Studie geht allerdings auch hervor, dass Unternehmen mit einer weiter gefassten Definition des Talentbegriffs innovativer sind als die mit elitärer Talentdefinition.

Verantwortung für eigene Entwicklung

Die Personalverantwortlichen unterschätzen in Sachen Weiterentwicklung die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit der Talente: 83 Prozent der Mitarbeiter sehen sich als hauptverantwortlich für ihre eigenes Fortkommen im Unternehmen.

Doch lediglich 42 Prozent der befragten Personaler geben an, dass die Mitarbeiter selbst ihre Entwicklung in der Organisation steuern können. „Fähige Mitarbeiter sind heute die besten Experten für ihre eigene Karriere. Ihre Führungskräfte sollten durch individuelles Coaching und dauerhaften Dialog beraten, aber keine strikten Pläne vorgeben“, resümiert Eberhard Hübbe, einer der Leiter der Studie.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Kienbaum

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Hans Weber

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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