nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
06.04.2018

Lohnerhöhungen beeinflussen Arbeitszufriedenheit nur kurzfristig

Mehr Lohn bedeutet mehr Arbeitszufriedenheit. Doch das ist nur vorübergehend und lässt nach einer gewissen Zeit wieder nach. Zu diesem Schluss kommen zwei Ökonomen der Universität Basel in einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Economic Behavior & Organization.

Patric Diriwaechter und Elena Shvartsman von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel haben den Zusammenhang von Arbeitszufriedenheit und Lohnveränderungen detailliert untersucht. Das Thema ist auch für Arbeitgeber von Interesse: Betroffen sind neben dem allgemeinen Wohlbefinden am Arbeitsplatz auch die Investitionsbereitschaft in firmenspezifisches Wissen und die Kündigungsneigung von Arbeitnehmern.

Ausgewertet wurden knapp 33.500 Beobachtungen aus dem repräsentativen deutschen Sozio-ökonomischen Panel; die Arbeitszufriedenheit lag im Schnitt bei 7 auf einer 10er-Skala.

Auch Lohnerwartung macht zufrieden

Wie erwartet reagierte die Arbeitszufriedenheit durchwegs positiv auf Lohnerhöhungen, wobei auch soziale Vergleiche eine Rolle spielen, wie die Studie ergab. Konkret steigt die Zufriedenheit nämlich zusätzlich, wenn vergleichbare Arbeitnehmer in der gleichen Zeit eine geringere Lohnerhöhung erhalten. Die Forschenden konnten sogar zeigen, dass Arbeitnehmer bereits ein Jahr vor einer Lohnerhöhung eine höhere Arbeitszufriedenheit aufweisen, indem sie von der positiven Erwartung einer Lohnsteigerung beeinflusst sind.

Der Anstieg der Arbeitszufriedenheit nach einer Lohnerhöhung ist jedoch nur vorübergehend und damit nicht nachhaltig: Innerhalb von vier Jahren lässt die Wirkung fast vollständig nach. In Anlehnung an verhaltensökonomische Ansätze ist dies damit erklärbar, dass Menschen ihr Einkommen nicht nur absolut bewerten, sondern auch in Bezug zu ihrem bisherigen Einkommen. Zudem stellt sich über die Zeit ein Gewöhnungseffekt an das neue Lohnniveau ein, sodass ein höheres Salär den neuen Ausgangspunkt für zukünftige Vergleiche bildet.

Erhöhungen besser klein, dafür regelmäßig

Derselbe Effekt ergab sich auch umgekehrt: Auch die negativen Reaktionen auf Lohnkürzungen waren zeitlich beschränkt, was sich die Forschenden neben der Anpassung der Referenzgrösse wiederum mit sozialen Vergleichen erklären. So gehen die meisten Lohnkürzungen beispielsweise mit firmen- oder industriespezifischen Schocks einher, weshalb in der Regel nicht nur der einzelne Arbeitnehmer, sondern typischerweise auch die Arbeitskollegen davon betroffen sind.

Für die Arbeitgeber folgert die Studie, dass Lohnerhöhungen als Instrument zur Mitarbeitermotivation nur unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sind – etwa indem sie regelmässig erfolgen und mit Beförderungen einhergehen. Damit bestätigen Diriwaechter und Shvartsman neueste Forschungsergebnisse aus der experimentellen Ökonomie: Diese deuten darauf hin, dass Lohnerhöhungen in kleinen, aber häufigen Schritten am wirksamsten sind, um Mitarbeiter langfristig zu motivieren – im Gegensatz zu gesamthaft gleichwertigen, aber selteneren und höheren Lohnveränderungen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Universität Basel

Weiterführende Information
Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

beantwortet Ihre Fragen zum Thema Karriere und Qualitätsmanagement.


Stellen Sie Herrn Weber Ihre Frage!


Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

Die QZ befragte den auf QM spezialisierten Personalberater auf der Fachmesse Control 2016 in Stuttgart, auf der sie gemeinsam mit ihm den Karrieretag veranstaltete.

Zum Video