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15.02.2019

Längere Arbeitszeiten können der Gesundheit schaden

Nur eine Stunde Mehrarbeit pro Woche reicht aus, dass Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst ihre eigene Gesundheit schlechter bewerten und deutlich häufiger zum Arzt gehen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Die Studie der Forscher aus Halle und Erlangen ist eine der ersten, die den Zusammenhang zwischen einer steigenden wöchentlichen Arbeitszeit und den Folgen für die Gesundheit untersucht.

Oft positiver Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit

In deskriptiven Analysen zeigt sich oft ein positiver Zusammenhang zwischen Gesundheit und Arbeitszeit, zum Beispiel, wenn gesündere Menschen länger arbeiten.
Bislang wisse man aber wenig darüber, welche kausalen Effekte eine steigende Arbeitszeit auf die Gesundheit der Menschen habe, so Prof. Christoph Wunder von der MLU, der die Arbeit gemeinsam mit Kamila Cygan-Rehm von der FAU durchgeführt hat.

Andere Faktoren ausschließen

Der Nachweis eines ursächlichen Einflusses einer längeren Arbeitszeit auf die Gesundheit ist empirisch sehr schwierig, da man unbeobachtete Faktoren - etwa die innere Motivation - ausschließen muss. Sie kann beispielsweise zu längeren Arbeitszeiten als auch zur besseren Gesundheit führen und somit den direkten kausalen Effekt verzerren.

Um diesen Zusammenhang genauer zu beleuchten, werteten die Forscher die Daten des Sozio-oekonomischen Panels aus den Jahren 1985 bis 2014 aus.

Selbsteinschätzung der Gesundheit sinkt

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bereits ein Plus von einer Stunde signifikante Folgen hatte: Die selbst eingeschätzte Gesundheit der Befragten sank um zwei Prozent, während die Anzahl der Arztbesuche um 13 Prozent stieg.

Besonders betroffen von diesen negativen Effekten waren Frauen sowie Familien mit jungen Kindern. Vermutlich sind die Effekte bei diesen Gruppen stärker, weil sie außerhalb ihrer Arbeitszeit mit sehr begrenzten Zeitbudgets ausgestattet sind. Steigt die Arbeitszeit, steigt somit auch der Zeitdruck außerhalb der Arbeit, so die Studie.

Über die Studie

In die Studie flossen ausschließlich Daten von Arbeitnehmerinnen und -nehmern aus den alten Bundesländern ein, die im öffentlichen Dienst angestellt oder als Beamte tätig waren.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst übernehmen Neuregelungen der wöchentlichen Arbeitszeit tendenziell eher als Beschäftigte in der Privatwirtschaft.

Aus der Studie lassen sich keine Aussagen zu einer optimalen Arbeitszeit ableiten. Allerdings gibt sie einen Einblick, welche Folgen bereits eine kleine Veränderung haben kann.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

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